OLDENBURG, 7. Februar 2012


Erster Rammstoß auf harten Boden

Weser-Ems-Halle Arbeit für neue Mehrzweckhalle hat begonnen – Fertig im April 2013


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Zukunft im Modell: Eine auffällige Architektur zeichnet den großzügigen Hallenneubau aus (links ist ein Teil der EWE Arena zu sehen).Mutig an der Ramme (von links): Jan Wartemann, Bernhard Ellberg, Rüdiger Berns, Hendrik Upgang BILD: BILD: Weser-Ems-HalleTorsten von Reeken  Bild vergrößern

520 Bohrpfähle werden in das Baufeld eingelassen. Der Boden wurde zuvor nach Kampfmittelresten durchsucht.

von Klaus Fricke

Oldenburg - Der Boden ist tief gefroren, aber gegen die Rammstöße, die das schwere Arbeitsgerät abschickt, ist auch die betonharte Oberfläche der Baufläche neben der Weser-Ems-Halle machtlos. Mit lautem Getöse hat die Neuzeit am Veranstaltungszentrum am Montag begonnen, der Einsatz der haushohen Rammmaschine stellt quasi den Start des „Projekts 2014“ dar.

Eine neue und moderne Halle, die mehrere alte und veraltete Hallen ersetzen wird – das ist der Inhalt eines der größten Neubauprojekte dieses Jahres in Oldenburg. Die Mehrzweckhalle (Arbeitstitel „Weser-Ems-Arena“) soll im April 2013 betriebsbereit sein und bis zu 8000 Besuchern Platz bieten. Bis zum Jahr 2014 werden dagegen die Hallen 2, 4, 5, 6 und 7 abgerissen.


38,6 Millionen Euro teuer
Bei sonnigem Winterwetter waren Hallenchef Jan Wartemann, der Vorsitzende der Gesellschaftsversammlung der Halle, Bernhard Ellberg, Hallenprokurist Hendrik Upgang und Rüdiger Berns, Projektleiter der bauausführenden Ed. Züblin AG darum auch bester Laune. Obwohl der Einstieg in das insgesamt 38,6 Millionen Euro teure Zukunftsprojekt nicht ganz so reibungslos verlief wie geplant: Bei minus zwei oder drei Grad könne man die Bohrlöcher noch mit Beton füllen, erläuterte Berns, bei tieferen Temperaturen wie jetzt sei aber ein Betonieren nicht mehr möglich.

520 Bohrpfähle (von sieben bis zehn Metern Länge) werden in den nächsten Wochen in die Tiefe getrieben, um das 130   70 Meter große Baufeld an der Maastrichter Straße/Ecke Berliner Platz auf den Hochbau vorzubereiten.

Dieses Vorgehen ist notwendig, weil die neue Halle auf einem Teil der alten Hausmülldeponie errichtet wird – ein wenig sicherer Untergrund. Angewendet wird zudem ein spezielles Verdrängungsverfahren, bei dem die Rohre in den Boden gebracht werden, ohne Erde auszuheben. „Der Bohrpfahl“, erläutern die Bauherren, „verdrängt die Erde zur Seite, und anschließend wird der Stahlbeton eingebracht.“


Bäke wird verrohrt
Dass derzeit auch die kleine Bäke nebenan verrohrt und das Gelände um zwei Meter aufgeschüttet werden, sind dagegen fast schon kleinere Maßnahmen. Bis Bau-Zaungäste etwas sehen, vergehen aber noch einige Tage: „Der eigentliche Baubeginn dürfte Anfang März sein“, ist Wartemann zuversichtlich.

Diese Terminvorgabe kann der Hallenchef auch deshalb geben, weil eine der wichtigsten Vorarbeiten für Bauprojekte in diesem Teil Oldenburgs inzwischen abgeschlossen ist: die Kampfmittelsondierung. Die Lage jedes einzelnen Bohrpfahls wurde im Vorfeld daraufhin untersucht, ob hier gefahrlos gearbeitet werden kann. Unliebsame Überraschungen in Form von Bomben-Blindgängern sollen ausgeschlossen werden.

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