OLDENBURG, 9. Februar 2012


Sprecher für 26 822 Schüler

Vertretung Neuer Vorstand des Stadtschülerrats – Korenke Vorsitzender


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Neuer Vorstand (von vorn): Valérie Lange (AGO, 11. Jg.), Kristina Brömse (Cäci, 11. Jg.), Kira Bartsch (RS Hochheider Weg, 10 Jg.) und Jakob Korenke (LFS, 12.Jg) BILD: Stadtschülerrat  Bild vergrößern

Der neue Stadtschülerrat hat sich zahlreiche Ziele gesetzt. Der Vorstandsvorsitzende wurde im Amt bestätigt.

von Karsten Röhr

Oldenburg - Ob es gemeinsam mit dem Präventionsrat um den Einsatz für „Respekt im Netz“ ging oder eine Schüler-Position zu den neuen Oberschulen – der Stadtschülerrat (SSR) hat 2011 klar Stellung bezogen und wieder deutlich an Gewicht gewonnen. Nun gibt es einen neuen SSR, der sich nun öffentlich vorgestellt hat. Klar ist: die Kontinuität ist gesichert. Denn Jakob Korenke aus dem 12. Jahrgang der Liebfrauenschule ist als Vorsitzender bestätigt worden. Neu im Vorstand sind Valérie Lange aus dem 11. Jahrgang des Alten Gymnasiums als stv. Vorsitzende sowie Kristina Brömse (11. Jahrgang Cäcilienschule) und Kira Bartsch (10. Jg. Realschule Hochheider Weg).

Das Gremium vertritt 26 822 Schülerinnen und Schüler in der Stadt. Zum SSR gehören die Vertreter der 28 weiterführenden Schulen in Oldenburg. Die SSR-Mitglieder werden auf zwei Jahre, der Vorstand auf ein Jahr gewählt.

Zu den Zielen, so Korenke am Mittwoch gegenüber der NWZ , gehören „die Zusammenarbeit und der Austausch der Oldenburger Schulen“ und die schulpolitische Interessenvertretung der Schüler. Korenke über die Ziele für 2012: „Wir wollen über die vierte IGS diskutieren, wir wollen wieder etwas mit dem Präventionsrat machen, zu dessen Mitgliedern wir jetzt auch gehören und wir werden uns zum Hausaufgabenerlass äußern.“ Wenn richtigerweise ein größerer Teil der Aufgaben an die Schulen zurückverlagert werde, müssten diese dafür die nötigen Mittel bekommen. Auch das Thema Inklusion wird den SSR beschäftigen und die Möglichkeit einer Kooperation mit dem Stadtjugendring.

Zur grundlegenden Auseinandersetzung damit, was sich im Schulsystem ändern müsse, hat Korenke persönlich klare Vorstellungen: „Ich finde, dass die Klassen kleiner werden müssen. Es geht nicht, dass 31 Leute in einer Klasse sitzen. Außerdem brauchen wir mehr Lehrpersonal, einen besseren Stundenausgleich für die Lehrer, die sich nebenher zum Beispiel in der Mediation engagieren, und eigentlich bräuchten wir auch an jeder Schule einen Schulpsychologen, auch wenn das vielleicht nicht realistisch ist.“

Aus seiner Sicht sei es auch zu bedauern, dass trotz der Verkürzung auf acht Jahre bis zum Abitur die Lerninhalte immer noch nicht entsprechend reduziert worden seien und die Unterschriftenaktion gegen das Turbo-Abi gerade scheiterte. Das Turbo-Abi führe nicht nur dazu, dass weniger Zeit für Freizeit und Engagement neben dem Lernen bleibe, sondern auch „ein Auslandsaufenthalt in der Regel in der elften Klasse nicht mehr möglich ist“. Viele zögen ihn um den Preis eines Wiederholungsjahres in die zehnte Klasse vor oder gingen zwar doch nach der zehnten Klasse ins Ausland – stiegen dann aber, anders als früher, danach hier in der elften statt zwölften Klasse wieder ein.

Weitere Themen für den SSR, der sich auch an der städtischen Lenkungsgruppe für die Entwicklung der Oldenburger Schullandschaft und am Netzwerk Schule/Beruf beteiligen wird, sind die Verbesserung der Cafeterien- und Mensensituation und SV-Seminare für Schülervertreter.

Erreichbar ist der SSR über stadtschuelerrat@stadt-oldenburg.de.

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