SANDKRUG, 9. Februar 2012


Sanierung wird heiß diskutiert

Sw Oldenburg Debatte in politischen Gremien über Baumaßnahme auf Sportplatz


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Wollen die ursprüngliche Lösung für die Sanierung durchsetzen: Vertreter von FDP und Schwarz-Weiß Oldenburg beim Ortstermin am Dienstagabend. BILD: Christian Korte  Bild vergrößern

Das Sportlerheim von Schwarz-Weiß Oldenburg in Sandkrug muss saniert werden. Der Verein stellt seine Rolle als Bauherr in Frage.

von Christian Korte

Sandkrug - Fußball bei Schwarz-Weiß Oldenburg wird traditionell in Sandkrug gespielt. Hier stehen dem Verein (mit Hauptsitz in der Auguststraße) ein Vereinsheim und zwei Rasenplätze zur Verfügung – gepachtet von der Gemeinde Hatten. Mittlerweile ist das Sportlerheim marode und muss saniert werden. Ein Thema, das in den politischen Gremien der Gemeinde heiß diskutiert wird. FDP und SPD wollen dafür kämpfen, dass in der nächsten Verwaltungsausschusssitzung die ursprüngliche, in mehreren vorherigen Sitzungen erarbeitete, Beschlussempfehlung umgesetzt und dann im Gemeinderat am 29. Februar verabschiedet wird. Im Schul-, Bildungs- und Kulturausschuss hatte sich dafür keine Mehrheit gefunden.

Der Vorschlag sieht vor, dass der Verein für das 631 000 Euro teure Projekt (Sanierung der Altgebäude und Neubau für Umkleiden und Duschen) 100 000 Euro selbst aufbringt. 240 000 Euro müsste er versuchen, über Zuschüsse vom Landessportbund und dem Landkreis Oldenburg zu bekommen. Die Gemeinde würde einen Baukostenzuschuss von maximal 161 140 Euro geben und für die Sanierung der Platzwartwohnung 130 000 Euro.

Vertreter der Liberalen trafen sich am Dienstagabend mit Mitgliedern des Vereins auf der Anlage. FDP-Chef Niels-Christian Heins betonte, dass es sich um Flächen und Gebäude im Gemeindebesitz handele und der Verein bereits zugesagt hatte, mit erheblichem Einsatz zur Reduzierung der Sanierungskosten beizutragen.


Ideeller Wert
Die Vertreter der Schwarz-Weiß-Fußballabteilung erinnerten an den besonderen ideellen Wert, den das Gebäude mit der historischen Tribüne habe und daran, dass der Verein zur Finanzierung des Eigenanteils gerade die Beiträge erhöht hat.

Streitpunkt ist unter anderem der von Schwarz-Weiß gewünschte Erhalt der Platzwart-Wohnung. Die CDU begrüße ausdrücklich die Bereitschaft des Vereins zur finanziellen Beteiligung und unterstütze die Neugestaltung – sei es durch Sanierung oder, wie von der CDU vorgeschlagen, durch einen Neubau, schreibt der Vorsitzende der Hatter Union, Manfred Huck, in einer Stellungnahme. Die Platzwartwohnung halte die CDU aber für einen Luxus, den auch kein anderer Verein in der Gemeinde habe.

Vertreter von Schwarz-Weiß hatten in der Vergangenheit auf die Lage des Platzes hingewiesen, der eine Aufsicht besonders nachts erforderlich mache. Diese Haltung unterstützt der Hatter SPD-Vorsitzende Helmut Koopmann. „Sonst müsste man den Platz für viel Geld komplett einzäunen. Aber was macht man mit der vorhandenen Platzwart-Wohnung, wenn sie nicht saniert wird? Schließt man die einfach ab? Da ist es doch besser, zu sanieren und Miete zu bekommen.“


Kein Risiko
Schwarz-Weiß Oldenburg stellt inzwischen seine Zusicherung in Frage, für die Sanierung als Bauherr aufzutreten und dafür Zuschüsse zu beantragen. Der Verein könne nicht riskieren, auf einer beachtlichen Investitionssumme sitzen zu bleiben, wenn die Zusage der Gemeinde fehle, die Restfinanzierung abzudecken, erklärt der Vorsitzende Manfred Süthoff.

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Zur Abstimmung sieht der SPD-Fraktionschef und stellvertretende SWO-Vorsitzende Hans-Herrmann Siemers weiter Klärungsbedarf. Er habe nach einem Hinweis der Bürgermeisterin auf eine mögliche Befangenheit im Fachausschuss nicht an der entscheidenden Abstimmung zu einem Tagesordnungspunkt teilgenommen, weil er keine Möglichkeit für eine schnelle Klärung gesehen habe. Im Nachhinein sei klar, so erklärte Siemers jetzt, dass er nach den gesetzlichen Vorgaben hätte abstimmen dürfen.






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