OLDENBURG, 10. Februar 2012


Oldenburg: Abiturientin will Super-Model werden

Wettbewerb 18-jährige Franziska Poehling unter den besten 50 in der Castingshow von Heidi Klum


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Unter den besten 50: Die Oldenburgerin Franziska Poehling. Sie hat kaum Vorerfahrungen als Model. BILD: Oliver S.  Bild vergrößern

Die Oldenburgerin hat kaum Erfahrungen in der Branche. Für den Wettbewerb hat sie ihren Alltag umgestellt.

von Lars Blancke

Oldenburg - Langes mittelblondes Haar, 1,77 Meter Körperlänge und braune Rehaugen: Der Steckbrief von Franziska Poehling liest sich wie der eines Models. Dass dieser sich nicht nur so liest, sondern auch einer wird, dafür kämpft die 18-Jährige in den kommenden Wochen. Die gebürtige Oldenburgerin tritt bei der siebten Staffel von „Germany´s next Topmodel“ an. Die ersten Hürden hat sie schon genommen. In der ab dem 23. Februar auf ProSieben laufenden Castingshow von Topmodel Heidi Klum hat es die Abiturientin unter die besten 50 geschafft.

„Es ist für mich eine Ehre, soweit gekommen zu sein, schließlich habe ich kaum Vorerfahrungen“, verrät Franziska. Es habe keinen langfristigen Plan gegeben, teilzunehmen. „Ich habe 2011 mein Abitur gemacht und mir danach ein Jahr Auszeit genommen. Ich will die Chance nutzen, in dieser Zeit viel zu erleben“, berichtet Franziska.


Casting in Bremen
Nach einem sechsmonatigen Praktikum beim Friseursalon „Haarmäleon“ an der Nadorster Straße fuhr sie nach Bremen. Im Hilton Hotel fand eines der öffentlichen Castings zur neuen Staffel statt. Freundinnen hatten sie dazu aufgefordert. „Ich hatte keine großen Erwartungen“, sagt Franziska. Erfahrungen habe sie nur bei zwei Auftritten während des Oldenburger Modeherbstes gemacht.

Der Anblick der vielen Mädchen habe sie zunächst nervös gemacht. „Man vergleicht sich schon mit den anderen. Es waren viele hübsche Konkurrentinnen da“, erinnert sie sich. Der Auftritt vor der Jury bestehend aus Heidi Klum, Creative-Director Thomas Hayo und Designer Thomas Rath ging schnell vorbei. „Ich konnte es gar nicht glauben, vor einem Weltstar wie Heidi zu stehen.“ Franziska wusste zu überzeugen: Sie kam weiter, nahm auch die nächsten Hürden und steht so unter den besten 50 von über 15 000 Bewerberinnen.


Oldenburger unterstützen
Der Unterstützung aus ihrer Heimatstadt Oldenburg kann sich Franziska indes gewiss sein. „Wir haben donnerstags lange geöffnet und überlegen deswegen, ob wir einen kleinen Fernseher aufstellen“, erzählt Jennifer Fillies, Auszubildende im Friseursalon „Haarmäleon“. Die Zusammenarbeit mit der Praktikantin Franziska sei toll gewesen. Sie habe ab dem ersten Tag gestrahlt, sei aufmerksam, ehrgeizig und talentiert gewesen. „Wir drücken ihr alle die Daumen“, sagt Fillies.

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Annegret Krause-Finke, Oberstufenkoordinatorin am Neuen Gymnasium (NGO), an dem Franziska ihr Abi mit einem Schnitt von 2,0 bestand, glaubt fest an ihre ehemalige Schülerin: „Ich war Franziskas Tutorin. Sie hat preußische Disziplin, ist intelligent und neugierig.“ Sie sei keine „Schickimicki-Frau“, sondern für jeden Spaß zu haben und teamfähig. Außerdem habe sie stets viel nachgefragt, sich Tipps geholt. „Das wird ihr in der Show helfen“, so Krause-Finke. Auch im Oldenburger Tennisverein (OTeV), bei dem sie bis zu ihrer Bewerbung spielte, wird mitgefiebert werden.

Ihr Leben hat sich schon in den Wochen nach dem ersten Casting verändert, berichtet Franziska. „Ich habe meine Ernährung umgestellt, esse eigentlich unheimlich gerne Schokolade oder Chips. Es ist schwer für mich, darauf zu verzichten“, beichtet sie. Sie habe in letzter Zeit viel trainiert, vor allem das Laufen. „Da muss ich mich am meisten verbessern“, ist Franziska selbstkritisch. Wie es für sie unter den besten 50 weitergeht, wird in den nächsten Wochen zu sehen sein. Die Oldenburgerin bleibt auf dem Boden: „Ich bin froh, dabei zu sein. Ich lasse auf mich zukommen, wie weit es geht.“




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