Als Steuerberater in der Welt zu Hause
Karriere Oldenburger Arne Schnitger geht bei großen Konzernen ein und aus – Zwei Jahre in New York
Die Stadt, die niemals schläft: Für die Karriere des Oldenburgers Arne Schnitgers war New York wie ein Turbolader. Nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 arbeitete er in Manhattan, ehe er nach Berlin zurückkehrte. BILD: dpa 
von M.mohr Und S.schicke
Oldenburg - Arne Schnitger berät Klienten in Europa, Amerika und Asien. Der 36-jährige Steuerberater arbeitet weltweit, ist Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und spezialisiert auf nationale und internationale Konzerne.
Der gebürtige Oldenburger entschied sich damals für ein betriebswirtschaftliches Studium an der Fachhochschule Münster. Ursprünglich sollte es in Richtung Journalistik gehen. „BWL bot mir eine breite Basis“, blickt er zurück. Die Wahl fiel auf die Fachhochschule Münster. Während des Studiums entwickelte er eine Leidenschaft für die Steuerlehre. Das Praktikum bei den Wirtschaftsprüfern Deloitte & Touche, ebenso wie PwC eine der größten weltweit, bestätigte den angehenden Betriebswirt in seiner Entscheidung, ein Studium in Internationalem Steuerrecht in Wien anzuschließen. Mit einem Masterabschluss in Internationalem Steuerrecht erhielt der damals 26-Jährige den Zuschlag bei PwC in Berlin.
Bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sammelte er zwei Jahre Berufserfahrung, bevor er sich an die nächste Aufgabe heranwagte: Er promovierte parallel an der Universität Freiburg. „Montag bis Mittwoch arbeiten, Donnerstag und Freitag Bücher wälzen. Am Wochenende habe ich versucht abzuschalten – wenn mir nicht gerade eine gute Idee für die Doktorarbeit kam“, fasst Schnitger diese Zeit zusammen. Die Anstrengung zahlte sich aus: Der Betriebswirt erhielt sowohl einen Doktortitel als auch den Förderpreis der Nürnberger Steuergespräche.
Im Jahr 2006 begann sein persönliches „Sommermärchen“: Der 30-jährige Dr. Arne Schnitger bekam von seiner Firma das Angebot, nach New York zu wechseln. Er willigte sofort ein. „Die einzige Bedingung war, dass ich erst nach der Fußball-WM gehe“, erinnert er sich schmunzelnd.
Der Flieger startete genau einen Tag nach dem Endspiel. Das Tempo in New York war ebenso hoch, wie die Datenmengen groß, die er verarbeiten musste. Die Belohnung war ein Karrieresprung: 2008 verließ er die Zweigstelle in New York als Senior Manager und kehrte zurück nach Berlin, wo er bald zum Partner aufstieg. Wenn er seine Heimat Oldenburg besucht, genießt er es, „dass bei einem Bummel durch die Stadt alles fußläufig zu erreichen ist.“
Wird Schnitger nach seinem Beruf gefragt, sagt er knapp: „Ich berate Unternehmen in steuerlichen Angelegenheiten.“ Er liebt seine Arbeit. Die Zusammenarbeit mit Klienten in der Welt sensibilisiere das kulturelle Feingefühl. Den Grundstein für diese Fähigkeiten habe bereits sein Studium gelegt, findet er. Denn dort habe er gelernt, Dinge vorausschauend und flexibel zu planen und was es heißt, zielstrebig zu sein.
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