„Augsburg“ vom Einsatz zurück
MARINE Piratenabwehr und Hilfeleistungen der Fregatte im Golf von Aden
VON KATJA HEINRICH
Wilhelmshaven - Nach 179 Einsatztagen kehrte am Freitag die Fregatte „Augsburg“ in ihren Heimathafen zurück. Pünktlich um 10 Uhr, vor den erwartungsvollen Augen der etwa 500 Angehörigen, die sich auf der Pier drängten, passierte sie die Molenköpfe der 4. Einfahrt. Zum Gruß gaben alle im Hafen befindlichen Einheiten einen langen Ton mit dem Thyphon. Das Marinemusikkorps Nordsee spielte zum Auftakt „Frei weg!“.
Während des Klassikers „In the Navy“ machte die „Augsburg“ längsseits der Pier fest und die Angehörigen erblickten und erkannten ihre Lieben, die in Passieraufstellung und erster Garnitur an Oberdeck standen.
Das Anlegemanöver wurde sicher und zügig vom Navigationsoffizier Kapitänleutnant Huber durchgeführt, so dass schnellstmöglich die Stelling überging und die Wartenden das Schiff erstürmen konnten.
Die Familien und Freunde erwarteten ihre Angehörigen mit Spruchbändern und selbstgemachten T-Shirts. Um die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen, stellte das Familienbetreuungszentrum warme Getränke und Snacks kostenlos zur Verfügung.
Die „Augsburg“ legte während ihrer Anti-Terror-Mission „Operation Enduring Freedom“ etwa 39 000 Seemeilen zurück. Sie lief Häfen in Djibouti, Dubai, Oman, Jordanien und auf den Seychellen an. Den Jahrestag der Wiedervereinigung am 3. Oktober verbrachte die Besatzung der „Augsburg“ in Neapel, wo sie ihren 20. Geburtstag feierte. Willkommene Gäste an Bord waren u. a. der Nato-Befehlshaber sowie der deutsche Botschafter in Rom. Zur personellen Unterstützung hatte die Besatzung ein Boardingteam, das verdächtige Fahrzeuge überprüfte, eine Facharztgruppe zur adäquaten medizinischen Versorgung und ein Team der Feldjäger für eventuelle Einsätze im Rahmen der Operation „Atalanta“ an Bord. Die Besatzungsstärke betrug zu Bestzeiten 218 Soldaten. Kommandant Fregattenkapitän Christoph Mecke berichtete von einer Piratenabwehr im Oktober und mehreren Hilfeleistungen in See, wobei Schiffe und Boote mit sowohl technischen als auch medizinischen Problemen unterstützt wurden.
Den Besatzungsmitgliedern werden bis zum Sommer je etwa drei Wochen Urlaub ermöglicht, um Zeit mit den Angehörigen nachzuholen.
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