WILHELMSHAVEN, 16. April 2010


Marine-Standort Wilhelmshaven soll weiter wachsen

Perspektive Thomas Kossendey behält Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung im Blick


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Thomas Kossendey sprach im Offiziersheim vor zahlreichen Zuhörern BILD: Lübbe  Bild vergrößern

mh

Wilhelmshaven - Nicht wirklich neu, diese Zahlen, aber immer wieder beeindruckend: Bis 2015 will die Bundeswehr am Standort Wilhelmshaven 110 Millionen Euro in Infrastrukturmaßnahmen stecken. Dazu kommen im Rahmen des Projekts „Kaserne West“ weitere zwölf Millionen.

Nach den schlechten Nachrichten aus Wirtschaftskreisen – Eon stoppt seine Kraftwerkspläne – gab es am Donnerstag im Offiziersheim positive Nachrichten zur Zukunft des Bundeswehrstandorts Wilhelmshaven. Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (CDU) sprach auf Einladung des Standortältesten, Kapitän zur See Frank Vehoff. Zahlreich waren die Dienststellen- und Behördenvertreter sowie Personalvertreter der Einladung gefolgt.

Die Bundeswehr bleibt in Stadt und Region ein starker Wirtschaftsfaktor. Und der größte deutsche Marinestandort und zweitgrößte Bundeswehrstandort wird leicht wachsen: Die vier Fregatten der „Baden-Württemberg“-Klasse (F 125) werden ab 2015 zulaufen und in Wilhelmshaven stationiert.

Ihr Mehrbesatzungskonzept setze zwingend Unterkunfts- und Ausbildungskapazitäten im Marinestützpunkt voraus, so Kossendey. Alle drei Einsatzgruppenversorger (die „Bonn“ wird der dritte sein) werden künftig hier ihren Heimathafen haben.

Unbestritten ist für den Staatssekretär auch die große Bedeutung des Marinearsenals. Hinsichtlich des Personals stünden noch gewaltige Herausforderungen an – „ansonsten droht die „Vergreisung“. Angesichts einer ausstehenden Lösung für das „Dock 3“ sieht Kossendey das nagelneue Kieler Dock besser in Wilhelmshaven aufgehoben.

Weiter im Aufwuchs sei auch das Logistikzentrum der Bundeswehr, dass sich in Wilhelmshaven fest etabliert habe und unerlässliche Arbeit für die Truppe im Einsatz leiste. Laut Kossendey werden die Anteile in Köln und Bad Neuenahr noch an die Jade verlegt. Doch angesichts der angespannten Finanzlage – so müssen nun auch im Verteidigungshaushalt 500 Millionen Euro eingespart werden – mag der CDU-Verteidigungsexperte nicht an das kommende Jahr denken. Und bereits jetzt sei das Geld für die Materialerhaltung der Einheiten quasi ausgegeben.

Den Vertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes versprach er, gemeinsam mit seinen CDU-Kollegen aus der Region ein Auge auf die Angekündigten Reformen zu haben. Möglichst früh könne man so versuchen, Nachteile für die Region zu verhindern.

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