WILHELMSHAVEN, 3. Juli 2010


Rumpelnd über den Bontekai

Hafenbahn Historischer Schienenbus bringt Gäste zum Wochenende an der Jade


Bild

Lange bevor diese kleinen Fahrgäste vom Kindergarten Bant I geboren wurden, fuhren die Schienenbusse zum letzten Mal für die damalige Bundesbahn. Heute wecken sie bei vielen Bürgern nostalgische Gefühle. BILDer: gabriel-Jürgens  Bild vergrößern

Bereits vergangenes Jahr war der Schienenbus eine Attraktion zum „Wochenende an der Jade“. Auch in diesem Jahr können die Festbesucher wieder mitfahren.

von Christian Paul

Wilhelmshaven - Oliver Beitelmann hat zusammen mit den Verkäufern der Imbissbuden wohl den heißesten Job beim „Wochenende an der Jade“. Der Teamleiter Triebfahrzeugführer DB Regio fährt den historischen Schienenbus über das Festgelände. In dem rund 60 Jahre alten Fahrzeug dürften gestern Mittag Temperaturen über 40 Grad Celsius geherrscht haben.

Dennoch hat Beitelmann Spaß daran, den restaurierten „Uerdinger Schienenbus“ der Museumsbahn Ammerland-Saterland von Sande bis zum Marinearsenal zu steuern. „Dieser Zug fährt sich ganz anders als moderne Triebwagen. Hier muss man noch mit Gängen und Zwischengas arbeiten“, erklärt Beitelmann.

Neben geladenen Gästen um Oberbürgermeister Eberhard Menzel, fuhren gestern Mittag auch Kinder vom Kindergarten Bant I mit und hatten sichtlich ihren Spaß. Am Handelshafen vorbei, ging es in gemächlichem Tempo quasi durch den Hinterhof des Bontekais.

Halt macht der Zug am Havencafé, am Küstenmuseum und vor der K.W.-Brücke, bevor der Schienenbus über das Nordfrost-Gelände in das Marinearsenal einfährt. Die Endstation liegt direkt neben der Fregatte „Hamburg“.

Bereits letztes Jahr erwies sich der Schienenbus als Publikumsmagnet – auch wenn es einige Startschwierigkeiten gab. „Wir haben aber aus den Fehlern gelernt. Dieses Jahr gab es bis jetzt noch keine Probleme“, erklärt Raymond Kiesbye, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik- und Freizeit GmbH (WTF). Nur am Donnerstag versperrte ein Polizeiwagen kurzzeitig die Strecke. Der Halter des Fahrzeugs wurde schnell ermittelt.

ANZEIGE

Sechs Monate Planungszeit seien nötig gewesen, um den erneuten Einsatz des Schienenbusses zum Wochenende an der Jade realisieren zu können, so Kiesbye. Unter anderem mussten Durchfahrtgenehmigungen von Nordfrost, Navitec und weiteren Unternehmen eingeholt werden. Diese hätten aber umgehend zugestimmt. Zu guter Letzt mussten dann noch Landeseisenbahnaufsicht und Eisenbahnbundesamt grünes Licht geben und sich von der Befahrbarkeit der Strecke überzeugen. Nicht nur für Bahnfreunde ist die Fahrt mit dem Schienenbus interessant. Die Strecke bietet einige ungewöhnliche Perspektiven auf die Hafenanlagen.






WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
Vierte Amtszeit für Steinbrecher

25.05.2012 - „Wir sehen den Verband auf hervorragendem Kurs.“ Diese Feststellung traf der alte und neue Präsident des Allgemeinen Wirtschaftsverbands (AWV) für Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund, Martin Steinbrecher, am Ende seines Rechenschaftsberichts für das 93.mehr

Polizei schnappt Drogenbesitzer

25.05.2012 - Durch einen anonymen Anruf am Mittwoch konnte die Polizei einen 44-jährigen Drogenbesitzer in der Innenstadt festnehmen. Dabei profitierten die Beamten von der guten Personenbeschreibung. Als die Polizisten den Mann durchsuchten, fanden sie eine geringe Menge Heroin.mehr

Forschen bei einer Kutterfahrt

25.05.2012 - Das Wattenmeer Besucherzentrum bietet am Dienstag, 29. Mai, eine Wissenschaftsfahrt an. Mit dem Bus geht es um 12 Uhr vom Wattenmeer-Be­sucherzentrum nach Neuharlingersiel. An Bord des ehemaligen Krabbenkutters „Gorch Fock“ werden die Teilnehmer in Teams eingeteilt.mehr

Festival mit sechs Bands

25.05.2012 - Sechs Bands, sechs Lokalitäten: Der „Meilenjump“ in Wilhelmshaven geht am Pfingstsonntag, 27. Mai, ab 20 Uhr in die nächste Runde. Mit dabei sind die Musikkneipe „Kling Klang“, Bonny’s Diner, die Diskothek Fun & Lollipop sowie die Gaststätten Zur Kogge, Krokodil und Bier-Akademie.mehr

Deponie im Voslapper Groden wird rekultiviert

25.05.2012 - Das Eon-Steinkohlekraftwerk hat auf der Deponie im Voslapper Groden in den vergangenen Jahren die als Reststoff entstandene Flugasche abgelagert. Mittlerweile wird Flugasche als Zuschlagsstoff für Beton verwendet – also überwiegend verwertet.mehr

TIPP DER WOCHE
Anzeige
Umfrage

Welche Chancen räumen Sie der deutschen Elf bei der Fußball-EM ein?




Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
Marktplatz
Regional
Immobilien
Automarkt
Flohmarkt

Jobs
NWZ-Wetter
23 °C
7 °C
Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
 
RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat