Gewinn für Mensch und Material
Feuerwehr Richtfest für neue Fahrzeughalle und Mannschaftsunterkünfte
Am Feuerwehrneubau an der Peterstraße wurde am Mittwoch die Richtkrone aufgehängt. BILD: Björn Lübbe 
Wilhelmshaven - Nach dem am Mittwoch gefeierten Richtfest für die neue Fahrzeughalle und die Mannschaftsunterkünfte der Berufsfeuerwehr geht der dritte und letzte Bauabschnitt im langfristigen Konzept für die Feuerwache 1 an der Mozartstraße mit großen Schritten seiner Vollendung entgegen. Mitte nächsten Jahres soll das Gebäude an der Peterstraße fertig sein.
Es mache schon jetzt „einen hervorragenden Eindruck“, betonte Oberbürgermeister Eberhard Menzel vor zahlreichen Richtfestgästen aus Kreisen der Feuerwehr, des Rates und der an dem 3,6-Millionen-Euro-Projekt mitwirkenden Wirtschaft. 2,1 Millionen Euro fließen aus dem Konjunkturpaket II.
Kompakt und dem heutigen Stand der Technik entsprechend werde ein Provisorium abgelöst, das 1977 seinen Anfang nahm, als sich die Feuerwehr selbst eine Halle für die immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge der 1970er Jahre baute. 33 Jahre wurde es in Eigeninitiative immer wieder nachgerüstet.
„Das Aufgabenspektrum hat sich inzwischen völlig verändert“, sagte Menzel. Die Anforderungen , die sich nicht nur in der heutigen Fahrzeuggeneration mit Höhen von bis zu vier Metern widerspiegeln, sondern auch in den Arbeitsschutzvorschriften, würden mit dem Neubau umgesetzt. Städtebaulich schließe der Komplex mit ansprechendem Äußeren eine Lücke an der Südfront der Peterstraße.
Dem Bürger wird zudem künftig schneller geholfen werden können: Feuerwehrprojektleiter Michael Weiser, der in enger Abstimmung mit Roland Tennié vom städtischen Eigenbetrieb GGS und dem Architekturbüro Griesemann und Griesemann um optimierte Lösung der zahlreichen anstehenden Fragen bemüht ist, schätzt den Zeitgewinn durch das direkte Ausrücken über die Peterstraße auf rund eine halbe Minute.
Entscheidend sei aber – das hatte auch Polizeipfarrer Frank Moritz unterstrichen – die Verbesserung der räumlichen Situation für die Feuerwehrleute. Die Menschen der Feuerwehr seien ihr wertvollstes Gut, sagte Moritz, „auf ihre Einstellung und Motivation kommt es an“.
Ein wesentlicher Punkt ist die Platzierung der Mannschaftsunterkünfte über der mit einer Zwischenwand separierten Halle für die Lösch- und Rettungsfahrzeuge. Die schnellste Verbindung zum Fuhrpark funktioniert im Einsatzfall über Rutschstangen.
Bei der Konzeption der Halle achtete man besonders darauf, Unfallquellen zu minimieren. Eine aufwendige Betonstatik erübrigt Stützpfeiler, die ansonsten das Risiko des Einquetschens mit sich brächten. Auch auf die Planung von Einrichtungen wie Hygiene-Schleusen für Feuerwehrleute nach Einsätzen wurde großer Wert gelegt.
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