„Frieden nur mit Gerechtigkeit“
Militärseelsorge Gottesdienst mit Weihbischof Timmerevers zum Weltfriedenstag
von Ursula Grosse Bockhorn
Wilhelmshaven - Monsignore Rainer Schadt, der Katholische Leitende Militärdekan, hatte allen Grund, entspannt zu sein, als er am Donnerstag zahlreiche Gäste aus Bundeswehr, Kirche, Verbänden und Politik zum Empfang anlässlich des Weltfriedenstages im Gorch-Fock-Haus begrüßte. Die katholische Militärseelsorge in Wilhelmshaven starte mit einem personellen Komplettpaket ins neue Jahr, verkündete Schadt und stellte die neuen Seelsorger – Militärdekan Georg Kaufmann für das Militärpfarramt I und der dem Deutschen Orden angehörende Pater Stefan Havlik für das Militärpfarramt II – vor.
Auch die Pfarrhelfer werden, so Schadt, bald wieder in voller Besetzung arbeiten können. Zwar musste er mit der zur Wilhelmshavener Kinderhilfe wechselnden Iris Merkler schweren Herzens eine erfahrene Familienbetreuerin verabschieden, die Lücke sei mit Inge Barkhoff aber bereits wieder gefüllt worden.
Vor dem „Kirchen-Cocktail“, zu dem Schadt ins Gorch-Fock-Haus eingeladen hatte, feierte Weihbischof Heinrich Timmerevers für und mit der Militärseelsorge einen Friedensgottesdienst in der Pfarrkirche St. Willehad. Der Weltfriedenstag wird seit 1961 weltweit gefeiert. Frieden, so Timmerevers in seiner Festpredigt, könne es nur in Verbindung mit Gerechtigkeit geben. In Kairo und in den Städten Syriens, in Spanien und Griechenland hätten die Demonstranten deutlich gemacht, dass junge Menschen besonders sensibel auf Ungerechtigkeiten reagierten. Und für Deutschland belege die Shell-Studie, dass allen anderslautenden Klischees zum Trotz junge Menschen durchaus werteorientiert sind und eine zunehmende Bereitschaft an den Tag legen, global zu denken und fremden Völkern und Kulturen offen gegenüber zu treten.
Der Bundeswehr als Friedenstruppe erkennt Timmerevers die Aufgabe zu, am Aufbau einer Zivilisation mitzuwirken, die von Frieden und Gerechtigkeit geprägt wird.
Einen besonderen Dank richtete Militärdekan Schadt an das Marinemusikkorps Nordsee, das ein letztes Mal in eindrucksvoller Weise den Friedensgottesdienst musikalisch gestaltete.
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