Optimale Diagnose für schnelle Heilung
Bauchzentrum In St. Willehad arbeiten Chirurgen und Internisten zusammen
Stellten das Bauchzentrum im St. Willehad-Hospital vor: (von links) Dr. Sivaji Jeyaraman, Dr. Pavel Blaha, Michael Vogel, Dr. Christan Mozek und Dr. Thomas Schleiffer. BILD: privat 
Wilhelmshaven - Die Patientin hat Schmerzen im Bauch. In den vergangenen Monaten kamen sie immer mal wieder, gingen dann aber auch schnell wieder vorbei. Die Untersuchungen des Hausarztes ergaben keinen Befund. Seit gestern ist es ganz schlimm. Da muss doch was sein. Aber was? Muss sie operiert werden oder lässt sich die Erkrankung medikamentös behandeln?
Hätte sie sich noch im vergangenen Jahr im Wilhelmshavener St. Willehad-Hospital gemeldet, wäre zwischen zwei verschiedenen Ambulanzen zu wählen gewesen: Innere Medizin oder Chirurgie. Jetzt werde in Fällen wie diesem alles einfacher, erläutern Dr. Pavel Blaha, Chefarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und der Gastroenterologe Michael Vogel, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin I.
Beide Kliniken zusammen haben das Interdisziplinäre Bauchzentrum im St. Willehad-Hospital gegründet. Die Grenzen zwischen der konservativen inneren Medizin und der klassischen Chirurgie seien damit aufgelöst. Zugleich soll das Bauchzentrum als regionales Kompetenzzentrum zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane (Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm, Leber, Gallenwege und Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) fungieren.
Chirurgen und Internisten haben einen unterschiedlichen Blick auf den Patienten und bauen auf unterschiedliche Erfahrungen. Natürlich seien sie auch früher miteinander im Gespräch gewesen und hätten sich gegenseitig konsultiert, so Dr. Blaha und Vogel. Jetzt aber beginnt das Gespräch nicht erst, wenn ein Arzt den Bedarf erkennt, sondern gleich nach der Aufnahme, spätestens am nächsten Tag.
„Jeder Patient des Bauchzentrums kann sicher sein, dass die Ärzte in der interdisziplinären Diskussion die optimale Therapie finden“, versprechen die Ärzte.
Die Zusammenarbeit soll aber nicht nur die Qualität der Behandlung optimieren. Das Krankenhaus erwartet auch, dass sich durch die zielgerichtete Diagnostik die Effizienz der Behandlung erhöht und den Aufenthalt des Patienten im Krankenhaus verkürzt. Der Patient könne sich freuen, dass er früher wieder nach Hause kommt, so Dr. Blaha.
Er verschweigt allerdings ebenfalls nicht, dass das Krankenhaus auch davon profitiert, dass das Bett schneller für den nächsten Patienten frei wird.
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