Eingefrorene Rohre lassen Telefone glühen
Dauerfrost Installateur-Handwerk mit Noteinsätzen – Winterfreuden in Badehose
„Die Badesaison ist eröffnet“: Heinrich Royer (links) und Siebelt Remmers von den Südstrand- Badefreunden ließen sich von Eisschollen nicht vom Gang in die Jade abhalten BILD: privat 
Wilhelmshaven - Nach der bisher kältesten Nacht dieses Winters in Wilhelmshaven mit bis zu minus 19 Grad laufen seit Dienstag die Telefonleitungen beim Heizungs- und Sanitärhandwerk heiß. Zahlreiche Anrufer meldeten eingefrorene Wasserleitungen, aber auch schon Rohrbrüche.
Beim Betrieb von Kai Rzodeczko stand das Telefon nicht mehr still: „Wir hatten dann 35 Anrufe, viele kamen nicht durch, weil ständig besetzt war. Das war wie in einer Taxizentrale zu Silvester.“
Neben Problemlagen bei privaten Kunden habe man es mehrfach auch mit den Wasserleitungen auf Großbaustellen wie dem Jade-Weser-Port und dem Kraftwerk zu tun gehabt. Die oberirdischen Wasserleitungsanschlüsse an die Container-Buden etwa sollen durch so genannte Begleitheizungen vor dem Einfrieren geschützt werden. „Die waren an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen“.
Hinzu kommt: Nicht nur der Mensch empfand es gefühlt noch sibirischer – der Ostwind tat das seinige, die Emissionswärme abzutransportieren und das Einfrieren noch schneller passieren zu lassen, wenn er durch eine Lücke dringen konnte. Rzodeczko: „Probleme wird es geben, wenn die Leitungen wieder auftauen – unsere Auslastung für die nächsten Wochen dürfte hervorragend sein.“
Denn die jetzt eingefrorenen Leitungen können schon einen Knacks weghaben, ohne dass der Schaden bereits spürbar wird. Eckhard Stein von stein + bösch: „Durch die Ausdehnung des Eises bläht sich im betreffenden Bereich das Material auf, Kupfer mehr, Stahl weniger. Ab einer bestimmten Grenze platzt es dann.“ Auch Kunststoffleitungen seien davor nicht gefeit.
Inzwischen merke man auch, dass in einigen Häusern „die Heizungen in die Knie gehen“ und nicht überall mehr 20 Grad Raumtemperatur geschafft werden. „Die Heizungsdimensionierung ist nach Normen mit regionalem Bezug ausgelegt. Für Wilhelmshaven wird von minus 10 Grad ausgegangen; da liegen wir nun deutlich drunter“, so Stein.
Schon mit einigen Rohrbrüchen und deren Beseitigung hatte es Installateurmeister Claus Westerman zu tun. „Meistens liegt es an schlecht isolierten Leitungen in Altbauten.“ Er empfiehlt als Vorsichtmaßnahme, unbedingt die Kellerfenster zu schließen, das Isolieren nachzuholen und eventuell eine elektrische Begleitheizung für gefährdete Rohre installieren zu lassen. Ein Tipp für den Fall, dass die Leitung bereits eingefroren ist: „Den Wasserzulauf absperren und Wasserhähne ein wenig öffnen, damit beim Auftauen Platz fürs Ausdehnen da ist.“
Ihre Freude mit den Temperaturen haben dagegen die Südstrand-Badefreunde: In klirrender Kälte wagten sich Heinrich Royer und Siebelt Remmers ins Eiswasser.
- „Wir sehen den Verband auf hervorragendem Kurs.“ Diese Feststellung traf der alte und neue Präsident des Allgemeinen Wirtschaftsverbands (AWV) für Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund, Martin Steinbrecher, am Ende seines Rechenschaftsberichts für das 93.mehr
- Durch einen anonymen Anruf am Mittwoch konnte die Polizei einen 44-jährigen Drogenbesitzer in der Innenstadt festnehmen. Dabei profitierten die Beamten von der guten Personenbeschreibung. Als die Polizisten den Mann durchsuchten, fanden sie eine geringe Menge Heroin.mehr
- Das Wattenmeer Besucherzentrum bietet am Dienstag, 29. Mai, eine Wissenschaftsfahrt an. Mit dem Bus geht es um 12 Uhr vom Wattenmeer-Besucherzentrum nach Neuharlingersiel. An Bord des ehemaligen Krabbenkutters „Gorch Fock“ werden die Teilnehmer in Teams eingeteilt.mehr
- Sechs Bands, sechs Lokalitäten: Der „Meilenjump“ in Wilhelmshaven geht am Pfingstsonntag, 27. Mai, ab 20 Uhr in die nächste Runde. Mit dabei sind die Musikkneipe „Kling Klang“, Bonny’s Diner, die Diskothek Fun & Lollipop sowie die Gaststätten Zur Kogge, Krokodil und Bier-Akademie.mehr
- Das Eon-Steinkohlekraftwerk hat auf der Deponie im Voslapper Groden in den vergangenen Jahren die als Reststoff entstandene Flugasche abgelagert. Mittlerweile wird Flugasche als Zuschlagsstoff für Beton verwendet – also überwiegend verwertet.mehr


