Frost verhindert Betonarbeiten
Kaiser-Wilhelm-Brücke Sanierung liegt trotz des Wetters im Zeit-und Kostenplan
Abgebaut wird das Gerüst um den Südflügel der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Im September soll Wilhelmshavens Wahrzeichen wieder für den Verkehr passierbar sein. BILD: Klaus Schreiber 
von Maik Michalski
Wilhelmshaven - Der Dauerfrost beeinträchtigt auch die Arbeiten an der Kaiser-Wilhelm-Brücke.
Dennoch ist der Zeitplan der Sanierung von Wilhelmshavens Wahrzeichen nicht gefährdet, wie Projektleiter Ralf Salinski vom städtischen Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS) auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte. Im September soll die altehrwürdige KW-Brücke in neuem Glanz erstrahlen und wieder für Fußgänger und Fahrzeuge passierbar sein. Auch der Kostenrahmen von bisher genehmigten 7,3 Millionen Euro soll eingehalten werden.
Der Frost verhindert im Moment, dass Maurer die Fundamente für neue Treppen und die Brückenhäuser am Nordflügel betonieren können, so Salinski weiter. Die Stahlbauarbeiten und die Beschichtung an diesem Flügel und auch am Südflügel, an dem parallel gearbeitet wird, seien hingegen abgeschlossen. Am Südflügel steht jetzt der zweite Sanierungsabschnitt an, das sind Arbeiten in den vorderen Bereichen zum Widerlager des Bauwerkes und zur Brückenmitte hin.
Nach dem Ende der Eiszeit soll auch der Anbau am Südflügel abgerissen werden, so der Projektleiter. Um im Kostenrahmen zu bleiben, dürften keine weiteren, über die bisher bekannten Schäden im Bereich des unteren Drehwerkes, hinaus, hinzukommen. „Die wären dort möglich; keiner hat Röntgenaugen.“
Solche Schäden haben dazu geführt, dass der Kostenrahmen von sechs auf 7,3 Millionen Euro erhöht werden musste. Dennoch führte kein Weg an der Sanierung vorbei. „Es war allerhöchste Eisenbahn, sonst hätte die Brücke gesperrt werden müssen“, so Salinski.
Noch nicht entschieden ist, ob Fußgänger während des „Wochenendes an der Jade“ (28. Juni bis 1. Juli) die Brücke in einer Art Tunnel überqueren können oder ob es einen Bootstransfer wie im Vorjahr geben wird.
Eine Tunnellösung ist laut Salinski „aber nicht nur ein Kosten-, sondern vor allem ein sicherheitstechnisches Problem.“ „Da würden Tausende Menschen über die Brücke laufen; unklar ist, was bei einer Panik passieren würde“, so Salinski weiter. Eine Vorlage mit Angaben zu Kosten und Sicherheitsfragen habe er erarbeitet, nun müssten die städtischen Gremien beraten.
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