Internet soll schneller werden
Frage: Herr Eger, Sie sind auf dem Weg, auch die Bevölkerung auf dem Land mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen. Wie ist der Stand der Dinge?
Eger: Wir sind zurzeit in Verhandlungen mit einem Provider, der zusätzliche Angebote ermöglichen soll. Dabei geht es darum, etwa 14 000 zusätzliche Haushalte im Landkreis Oldenburg mit einem Breitband-Internetangebot zu versorgen. Unser Ziel ist, bis zum Ende des Jahres 2011 einen wesentlichen Fortschritt zu machen.
Frage: Wie ist denn der augenblickliche Versorgungsstand?
Eger: Etwa 30 Prozent der Menschen dürften derzeit über ein schnelles Internet verfügen – wobei interessant ist, dass durchaus nicht jeder unbedingt einen Breitbandanschluss haben möchte. Einige sind tatsächlich mit dem langsameren ISDN-Netz zufrieden. Das kann aber nicht der Maßstab sein. Wir wollen schon, dass der überwiegende Teil unserer Haushalte das schnellere DSL-Netz hat. Dabei geht es schließlich auch um wirtschaftliche Aspekte.
Frage: Ist denn eine absolut flächendeckende Versorgung aller Haushalte überhaupt möglich?
Eger: Das wird nicht einfach. Es wird immer einige Bereiche geben, die nicht per Kabel erreicht werden können und wo über Alternativen, beispielsweise per Funk, nachgedacht werden muss. Aber wo sich zum Beispiel 140 bis 150 Haushalte zusammenfinden, wird es sich auch betriebswirtschaftlich für den Betreiber lohnen, sie an das schnelle Kabelnetz anzuschließen.
thema: Breitband auf dem Land
Frank Eger, SPD-Landrat
des Landkreises Oldenburg
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