OLDENBURG, 1. September 2010


Mittelalterliches Meisterwerk gehört jetzt Museum

Geschichte Eilert Tantzen schenkt Mamoun Fansa Falkenbuch von Friedrich II.


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Eilert Tantzen (links) überreicht Museumsdirektor Mamoun Fansa die kostbare Faksimile-Ausgabe des Falkenbuchs von Kaiser Friedrich II. BILD: Corinna Endlich  Bild vergrößern

von Thomas Hellmold

Oldenburg - Der FDP-Ehrenvorsitzende und ehemalige Forstmann Eilert Tantzen aus Sage (Kreis Oldenburg) und der Direktor des Oldenburger Landesmuseums für Natur und Mensch, Prof. Dr. Mamoun Fansa haben eines gemeinsam – ihre Leidenschaft für historische Themen und Bücher.

Der daraus entstandenen gegenseitigen Wertschätzung ist es wohl zu verdanken, dass Tantzen sich dazu durchrang, Fansas Museum eine kostbare, im Wert kaum zu beziffernde Faksimile-Ausgabe des Falkenbuchs von Kaiser Friedrich II. (1194-1250) zu schenken.

„Als ich in den 60er-Jahren das Original im Vatikanmuseum gesehen habe, war für mich klar: Mit diesem Buch muss ich mich weiterhin beschäftigen“, erinnert sich der heute 80-Jährige noch gut an seine erste Begegnung mit dem ausgemacht prächtigen Kaiser-Werk. So kam es, dass er ein Exemplar aus der Faksimile-Auflage der Bibliothek in Graz (Österreich) erwarb. Das Besondere dran: Die Ausgabe war auf 1000 Stück limitiert, und die Bücher sind damals in Originalgröße aufgelegt worden.

Als das Oldenburger Naturkundemuseum vor ein paar Jahren die Friedrich-II.-Ausstellung zeigte, reifte in Tantzen die Überzeugung, dass „mein wundervolles Buch in diesem Museum bestens aufgehoben ist“.

Für das Landesmuseum ist Tantzens Schenkung ein willkommener Neuzugang. Er findet aktuell Verwendung, die die vom Museum konzipierte Wanderausstellung über das Falkenbuch Friedrichs II. derzeit in der Burg zu Hagen im Landkreis Cuxhaven gezeigt wird. „Natürlich hat das Buch von Eilert Tantzen in der Ausstellung einen angemessenen Platz gefunden“, freut sich Museumspädagoge Dr. Carsten Ritzau, der diese Schau betreut.

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Die Ausstellung „Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen“ ist noch bis zum 31. Oktober in der Burg zu Hagen zu sehen.




 



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