Werder-Krisengipfel: Aufsichtsrat macht kein Extra-Geld locker
Sind sich uneinig in Sachen Finanzierung: Sportdirektor Klaus Allofs (links) und Trainer Thomas Schaaf (rechts) auf der einen, Aufsichtsratschef Willi Lemke auf der anderen Seite Bild: dpa 
Bremen - Sie redeten sich beim Krisengipfel die Köpfe heiß, doch nach einem Machtwort von Willi Lemke bleibt bei Werder Bremen erst einmal alles beim Alten. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hanseaten wies Forderungen von Geschäftsführer Klaus Allofs nach finanziellen Nachbesserungen erneut zurück. Wie der 64-Jährige am Tag nach der gemeinsamen Unterredung betonte, werde bei Werder “auch weiterhin nur das Geld ausgegeben, das eingenommen wird“.
Damit bleibt der finanzielle Rahmen für die sportliche Führung weiter eng gesteckt und Unruhe programmiert. Geschäftsführer Allofs und Trainer Thomas Schaaf hatten zuletzt personelle Nachbesserungen gefordert, weil in Sebastian Boenisch, Per Mertesacker, Naldo, Sebastian Prödl und Mikael Silvestre fünf Abwehrspieler ausfallen.
„Wir haben hart, aber konstruktiv diskutiert. Da die Einnahmen aus der Champions League fehlen, ist die finanzielle Ausstattung gegenüber der Vorsaison, wo wir durch diese Einnahmen und den Özil-Transfer einen Gewinn erwirtschaftet haben, deutlich verringert“, sagte Lemke.
Zwar gaben beide Parteien nun bekannt, dass „die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat verschiedene Wege abklopft, um noch einen weiteren Abwehrspieler zeitnah verpflichten zu können“. Doch um etwa den Griechen Sokratis Papastathopoulos vom FC Genua ausleihen zu können, dürfte Werder auf vorherige Spielerverkäufe angewiesen sein. Klar ist, dass Allofs und Schaaf von der äußerst zögerlichen und geringen finanziellen Unterstützung des Aufsichtsrats schwer enttäuscht sind - dies konnten und wollten sie zuletzt nicht verbergen. Zudem dürfte der Zwist Werders strategische Position auf dem Transfermarkt nicht gerade gestärkt haben.
Sollte es im Machtkampf überhaupt einen Gewinner geben, ist es wohl Willi Lemke. Doch misslingt der Saisonstart auch infolge fehlender personeller Alternativen, droht dem Verein eine monatelange Schlammschlacht. Dann ist auch eine Trennung von den Bremer Idolen Allofs und Schaaf am Ende der Saison denkbar. Die Möglichkeit wollte Werders Geschäftsführer öffentlich bereits nicht mehr ausschließen.
Die Unruhe im Klub und der zögerliche Umgang mit dem Scheckbuch sorgen dafür, dass auch die Stars offen vom Abschied reden. Neben Torwart Tim Wiese sondiert nun auch Torjäger Claudio Pizarro den Markt: „Ich werde versuchen, eine gute Saison zu spielen. Danach schaue ich mich nach anderen Möglichkeiten um“, sagte Pizarro der peruanischen Zeitung El Comercio.
- Ein 46 Jahre alter Motorradfahrer aus Visbek (Kreis Vechta) ist am Freitagmorgen auf der Straße Endel in der Gemeinde Visbek bei einem Unfall schwer verletzt worden.
Der Mann war von Ahlhorn in Richtung Visbek unterwegs, als er ausgangs.mehr
- „Mein Mann Günter und ich waren uns nach der Sendung gar nicht sicher, ob wir wirklich gewonnen haben“, erzählt Janet Thyen. „Er hat am gleichen Abend noch den Computer eingeschaltet und erstmal recherchiert.mehr
- Ein Treckerfahrer ist bei einem Verkehrsunfall in Barver (Kreis Diepholz) unter seinem Anhänger eingeklemmt und tödlich verletzt worden.
Der 36-Jährige hatte am Donnerstag eine 52 Jahre alte Autofahrerin übersehen, die dann mit dem Traktor.mehr
- In Bremen ist am Freitagmorgen ein Feuer in einer Lagerhalle ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit etwa 110 Einsatzkräften am Brandort. Die Ursache für das Feuer war unklar, wie die Feuerwehr mitteilte.mehr
- Vier der 88 Meter hohen Containerbrücke stehen am Jade-Weser-Port an ihrem Platz, zwei weitere sind von dem chinesischen Frachtschiff abgeladen, das seit Anfang der Woche an der Kaimauer liegt. Mit Hochdruck wird am Bau einer Betonmauer tief unten im Meer gearbeitet, um die an vielen Stellen gerissene Spundwand zu sichern.mehr


