Oldenburg: Lieferwagen mit 1,7 Tonnen Drogen gestoppt
Kriminalität Bisher größter Fund in Oldenburg – Wert von 100 000 Euro
von Rainer Dehmer
Oldenburg - Das ist der bislang größte Drogenfund in Oldenburg: Etwa 1,7 Tonnen der Kaudroge Kath hat die Autobahnpolizei bei einer Kontrolle in einem Lieferwagen entdeckt. Die in 170 Säcken verpackten Drogen hätten einen Verkaufswert von 100 000 Euro, teilte die Polizei am Montag mit.
Einer Streifenwagen-Besatzung der Autobahnpolizei war am Freitag gegen 3.15 Uhr der weiße Mietwagen mit holländischen Kennzeichen auf der A 28 aufgefallen. Die Beamten vermuteten eine Überladung und signalisierten dem Fahrer des Mercedes Sprinter, dass er dem Streifenwagen folgen solle. Nachdem sie an der Anschluss-Stelle Kreyenbrück abgefahren waren, stoppten die Beamten den Lieferwagen für die Kontrolle.
Als der 28-jährige Fahrer die Tür zum Laderaum öffnete, stieß die Polizei auf 170 Jutesäcke mit etwa 1,7 Tonnen der in Deutschland verbotenen afrikanischen Kaudroge.
Der Fahrer, ein in den Niederlanden lebender Asylbewerber, ist laut Polizei bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Für den Transport sei er eigenen Angaben zufolge von einem fremden Mann angeworben worden. Bis zur dänischen Grenze habe er die Ladung bringen sollen. Das Amtsgericht erließ Haftbefehl gegen den 28-Jährigen. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Die Drogen werden vernichtet.
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