Kälte hält Region fest im Griff
Wetter Kanäle erstmals seit 16 Jahren gesperrt –Inselflieger im Dauereinsatz
Schnee und Eis fest im Griff: Nicole und Kristina haben auch an den Dobbenteichen in Oldenburg Spaß an der Kälte BILD: Meyer 
von Unseren Lokalredaktionen
Im Nordwesten - Die klirrende Kälte hält die Region weiterhin fest im Griff. Eisgang auf der Nordsee behindert den Verkehr zu den ostfriesischen Insel immer stärker. Als dritte Insel nach Wangerooge und Juist stellte am Dienstag auch Spiekeroog den Fährverkehr zum Festland ein. Zwischen Harlesiel und Wangerooge sind die Inselflieger der Luftverkehr Friesland-Harle weiter im Dauereinsatz. Neben Passagieren fliegen sie zunehmend auch Baustoffe und Nahrungsmittel auf die Insel. Der Fährverkehr liegt unterdessen den siebten Tag in Folge auf Eis. Auch an diesem Mittwoch bleiben die Wangerooge-Fähren im Hafen.
Ein Versuch, mit der Fähre „Harlinger Land“ von Wangerooge aus Neuharlingersiel zu erreichen, scheiterte am Dienstag: Nachdem sich die vor ihr fahrende Spiekeroog-Fähre zwischen Spiekeroog und dem Festland im Eis festgefahren hatte, mussten beide Schiffe zu den Inseln zurück kehren.
Da es auf Spiekeroog keinen Flugplatz gibt, sollen dort ab diesem Mittwoch Hubschrauber eingesetzt werden. Die Kapazitäten sind allerdings begrenzt. Pro Person werden für einen Flug Spiekeroog-Neuharlingersiel oder in umgekehrter Richtung 70 Euro berechnet.
Artikel: Dicker Eispanzer auf der Weser
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In Brake (Kreis Wesermarsch) hat die Schnellfähre Brake-Sandstedt ihren Betrieb eingestellt. Kapitän Peter Schultze und seine Leute hatten in zwei Nachschichten versucht, das Eis vom Anleger in die Weser zu schieben. Am späten Montagabend gaben sie diesen Kampf auf. Seit Dienstag ist der Fährbetrieb eingestellt.
Im Binnenhafen von Brake hatte derweil der Schlepper „Braksiel“ einen ungewöhnlichen Einsatz. Er fungierte am Dienstagnachmittag als Eisbrecher. Mit seinen 599 PS fraß sich das Schiff knirschend und knackend durch das zentimeterdicke Eis. In Berne (Kreis Wesermarsch) fiel am Mittwochmorgen die Fähre „Rönnebeck“ zwischen Motzen und Blumenthal aus. Aufgrund von dicken Eisschollen kam sie nicht vom Anleger los und lag bei Niedrigwasser deshalb auf dem Trockenen. Es entstand kein größerer Schaden.
Erstmals seit 16 Jahren sperrte das Wasser- und Schifffahrtsamt im emsländischen Meppen am Dienstagmittag die Wasserstraßen in seinem Zuständigkeitsbereich. Dazu zählen auch der stark frequentierte Küstenkanal sowie der Dortmund-Ems-Kanal. Die anhaltend tiefen Temperaturen hätten dafür gesorgt, dass sich auf dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Küstenkanal innerhalb kurzer Zeit eine geschlossene Eisdecke bildete. Wann sie wieder freigegeben werden, war zunächst nicht absehbar. An der Ems sind auch einige Wehrarme zugefroren.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv
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