Neuer Blick auf Bremer Bahnhof
Investition Zwei Gebäude sollen auf 5600 Quadratmetern entstehen
„Tor zur Innenstadt“: Nach Bürgerinitiative und auf Wunsch des Bremer Beirats hat Architekt Max Dudler in seinen ursprünglich geschlossenen Entwurf Montage: Max Dudler 
Bremen - Der Bremer Bahnhofsvorplatz bekommt ein neues Gesicht. Auf einer fast 5600 Quadratmeter großen Fläche sollen bis 2014 zwei sieben Stockwerke hohe Gebäude entstehen, teilte Bausenator Joachim Lohse (Grüne) am Mittwoch mit.
„Der Bahnhofsplatz als Tor zur Innenstadt erhält ein neues Aussehen und eine neue Perspektive.“ Nach einem Bericht des „Weser-Kurier“ wollen die Bauherren insgesamt etwa 100 Millionen Euro investieren. Die Stadt erhalte rund sechs Millionen Euro für das Grundstück.
In die mit hellen Natursteinfassaden versehenen Gebäude sollen Geschäfte, Gastronomie und Dienstleister einziehen. Ein Hotel mit 315 Doppelzimmern sei fest geplant. Über ein Ärztezentrum oder eine Tagesklinik werde noch verhandelt. Zwei Tiefgaragen bieten Platz für 320 Autos. Mit dem Bau könne im zweiten Halbjahr 2012 begonnen werden.
Der renommierte Architekt Max Dudler hatte mit seinem Entwurf 2009 den Wettbewerb für das Gebäude gewonnen. Das schlanke Natursteinraster ist seit dem Bau der Bibliothek der Humboldt-Universität in Berlin sein Leitmotiv.
Nach einer Einspruch einer Bürgerinitiative ist in dem ursprünglichen Entwurf – auch auf Wunsch des Beirats – eine diagonale Passage zu einer offenen Gasse durch die Häuserfront geworden. Die Passage verläuft vom Herdentorsteinweg direkt zum Bahnhof.
Max Dudler hat auch ein zweites Gebäude in der Bahnhofsvorstadt entworfen, das noch gebaut werden soll. Für das Quartier wird damit eine Aufwertung erwartet. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Bahnhofsvorstadt“, sagte Lohse.
Die Achim-Griese Treuhandgesellschaft aus Hamburg hatte das Investorengrundstück gekauft. Die Debatte über die Fläche begann bereits vor 15 Jahren. Pläne wurden jedoch immer wieder umgeworfen – sei es das neue Funkhaus von Radio Bremen oder ein von Daniel Libeskind entworfenes Konzerthaus.
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