Erstligaluft weht durch die Halle
2. Bundesliga Volleyballer der VSG Ammerland gegen Spitzenreiter Bergisches Land
Die Angriffe von Rumeln konnten die Ammerländer bei ihrer letzten Partie in Bad Zwischenahn lange abblocken, bevor das Team doch noch 2:3 unterlag. Sonntag will die VSG Spitzenreiter Titans Bergisches Land Paroli bieten. BILD: Manfred Hollmann 
von Manfred Hollmann
Zwischenahn - Die Titanen der Liga kommen: Im letzten Spiel des Jahres erwarten die Zweitliga-Volleyballer der VSG Ammerland am morgigen Sonntag um 16 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums in Bad Zwischenahn den Spitzenreiter A!B!C! Titans Bergisches Land. Da wird Erstligaluft durch die Zwischenahner Halle wehen, denn die Gäste wollen wieder dahin zurück, von wo sie gekommen sind: aus der 1. Bundesliga. Bis auf einen 2:3-Ausrutscher gegen Tecklenburger Land beherrscht das Team aus Wuppertal bisher auch klar die Liga. Das Team gewann seine letzten vier Begegnungen alle glatt mit 3:0.
„Für uns wäre es schon super, wenn wir einen Satz gewinnen“, gab sich Ammerlands Coach Torsten Busch diesmal wesentlich bescheidener vor einem Heimspiel. Realistisch gesehen haben die Ammerländer auch gar keine Siegchance. Die Gäste, zu denen neben sieben deutschen Spielern auch jeweils ein Spieler aus Finnland, Polen, Dänemark, Norwegen und ein US-Amerikaner gehören, haben einen Erstligaetat und trainieren wie eine Erstligamannschaft. So reisen die Wuppertaler nicht erst am Sonntag an, sondern bereits am Sonnabend und absolvieren in Westerstede noch eine Trainingseinheit.
Da können die Ammerländer kaum mithalten, aber getragen von der Euphorie der letzten Erfolge will man gegen den anscheinend übermächtigen Gegner alles versuchen. Die Ammerländer haben sich als Aufsteiger auf jeden Fall bei den Gästen schon einmal viel Respekt verschafft.
Auf der homepage von Titans heißt es: „Allein ein Blick auf die Tabelle genügt, um jegliche Überheblichkeit im Keim zu ersticken. Nur wenn wir in Bad Zwischenahn gewinnen, können wir die kurze Weihnachtspause auch wirklich genießen.“ Interessant ist der Trainer von Titans, Georg Grozer, der das Team seit 2011 betreut. Grozer, in Budapest geboren, ist 125facher ungarischer Nationalspieler und spielte nach seiner Einbürgerung auch 35mal für Deutschland. Grozers Sohn Tom gehört zum Kader von Bergisches Land, ist aber derzeit am Knie verletzt.
Die Ammerländer gehen völlig unbelastet in die Partie und können ganz befreit aufspielen. Die Mannschaft will nach dem Spiel zusammen mit den Zuschauern und Fans gemeinsam den Jahresabschluss feiern und lädt dann alle zu Glühwein und alkoholfreiem Kinderpunsch ein.
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