Ammerländer gegen Titans chancenlos
Volleyball Deutliche 0:3-Niederlage gegen den Erstligaabsteiger Bergisches Land – Jahresabschluss
Gegen die schnellen Angriffe der Gäste aus Wuppertal hatten die Ammerländer oft große Schwierigkeiten, einen vernünftigen Block zu stellen. Hier klappt es aber recht gut (Jan Hartkens links und Dirk Achtermann). BILD: Manfred Hollmann 
von Manfred Hollmann
Zwischenahn - Die Enttäuschung nach der 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter A!B!C Titans Bergisches Land hielt sich ziemlich in Grenzen. Gegen die Volleyballprofis aus Wuppertal hatten die Ammerländer gestern im letzten Spiel des Jahres in der 2. Bundesliga einfach keine Chance. In gut einer Stunde war die Heimniederlage mit 17:25, 14:25 und 16:25 besiegelt.
Hinterher gab es dennoch viel Beifall für beide Teams. Die Gäste boten kraftvollen, schnellen Volleyball mit viel Kombinationen und die VSG war ein guter Sparringspartner. Gästetrainer Georg Grozer konnte hinterher zufrieden feststellen, dass seine Mannschaft klar überlegen war. „Ein 3:0 ist ein 3:0“, so Grozer. 4:0 könne man eben nicht gewinnen. VSG-Trainer Torsten Busch meinte, dass man zwar insgeheim gehofft hatte, vielleicht doch zumindest einen Satz zu gewinnen, aber dafür reichten an dem Tag einfach die Kräfte bei den Spielern nicht. Nach einem überragenden Jahr habe sich eben doch ganz klar ein großer Kräfteverschleiß gezeigt. Und es gab keinen in der Halle, der das den VSG-Spielern etwa krumm genommen hätte.
Gemeinsam mit den Zuschauern feierte die Mannschaft den Jahresabschluss mit Glühwein und Kinderpunsch. Der Aufstieg im Mai und die sensationell erfolgreiche Hinrunde in der 2. Bundesliga waren genug Anlass für ein stimmungsvolles Zusammensein.
Die VSG Ammerland mit den beiden Stammvereinen TSG Westerstede und VfL Bad Zwischenahn hat sich als eine starke Gemeinschaft erwiesen, die den Anforderungen in der Zweiten Liga in jeder Hinsicht gerecht wird. Alle helfen mit und sind begeistert dabei. Da verkauft dann auch der Präsident des Niedersächsischen Volleyballverbands, Jan-Dieter Warntjen, Karten an der Kasse. Seit sieben Jahren steht der Zwischenahner dem Landesverband vor. Als Mitglied der Seniorenvolleyballgruppe beim VfL Bad Zwischenahn schließt er sich dann auch nicht aus, wenn es darum geht, die Kasse bei Heimspielen zu besetzen. Andere Abteilungen in den beiden Vereinen haben andere Aufgaben übernommen. Sie füllen alle das Motto aus: „Wir sind Bundesliga“.
Die Ammerländer können jetzt erst einmal zufrieden in die Weihnachtspause gehen. Das Team reist dann schon am 7. Januar zum letzten Spiel der Hinrunde zur TSGL Schöneiche.
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