„Das Driften macht am meisten Spaß“
Motorsport Talentierte Nachwuchsfahrer hinterlassen in Moorwinkelsdamm ihre Spuren im Sand
Speedway-Talente: Celina Warth (Nummer 10) und Tom Finger (Nummer 19) vom MSC Moorwinkelsdamm BILD: Rudi Hagen 
von Rudi Hagen
Moorwinkelsdamm - Die neunjährige Celina Warth und der zwei Jahre jüngere Tom Finger dürfen etwas, was Kinder ihres Alters normalerweise noch nicht dürfen: Sie fahren mit einem Motorrad blitzschnell auf einer Bahn um die Kurven. Des Rätsels Lösung: Beide sind Mitglied im Motorsportclub Moorwinkelsdamm und fahren auf etwa 12 PS starken 50-ccm-Motorrädern Speedway.
Am Sonnabend belegte Celina in ihrer Konkurrenz im Rahmenprogramm des „Master of Speedway“ Platz vier. Tom war das allererste Mal in seinem Leben bei einem Rennen am Start, holte sich gleich einen Punkt und bekam vom MSC-Vorsitzenden Heinrich Wilhelms bei der Siegerehrung eine Plakette umgehängt. „Das Driften macht am meisten Spaß“, freut sich Tom schon auf den nächsten Einsatz. Und für Celina ist am wichtigsten, „dass man beim Speedway Ehrgeiz zeigen und schnell fahren kann.“
Die Grundschülerin aus Jaderberg, die nebenbei noch in Varel Handball spielt, hat schon als Sechsjährige mit dem Rennsport begonnen. Da sie nun mit 1,45 Meter schon recht groß für das Einsteigermotorrad geworden ist, erwägt sie mit Vater Michael einen Umstieg auf die größere 125er. „Erstmal müssen wir aber einen Abnehmer für das alte Bike finden“, sagt der Vater nachdenklich. Und: „Geld kostet dieser Sport, aber ich glaube, wir packen das.“
Tom, Grundschüler in Rostrup, bekam seine 50er KTM unter den Weihnachtsbaum gestellt. „Nachdem wir einmal zusammen beim Sandbahnrennen in Bad Zwischenahn waren, ist das sein größter Wunsch gewesen“, sagt Vater Andreas. „Über einen Freund sind wir zum MSCM gekommen, jetzt arbeite ich mich als Mechaniker am Motorrad ein und lerne genauso wie Tom.“ Mutter Angela ist derweil für die Bekleidung und die Verpflegung zuständig.
Auf die Frage, ob sie nicht Angst um ihre Kinder hätten im Rennsport, antwortet Andreas Finger: „Natürlich bleibt einem manchmal das Herz stehen, aber wir setzen die Kinder ja nicht unter Druck. Sie sollen Spaß und Freude am Sport haben.“ Und Celinas Mutter Monique spricht für alle: „Lieber sauber und sicher fahren als unsauber und schnell!“
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