Schachturnier bricht alle Rekorde
Nordwest-Cup 324 Teilnehmer in Bad Zwischenahn – Spannung bis zum Schluss
Der russische Großmeister Vladimir Epishin, der in der Bundesliga für den Lübecker SV startet, wurde Turniersieger. BILD: Manfred Hollmann 
von Manfred Hollmann
Bad Zwischenahn - Das 14. Schachturnier um den Nordwest-Cup brach alle Rekorde: Noch nie waren so viele Teilnehmer mit dabei. Das A- und B-Turnier zusammengerechnet nahmen 324 Spieler bei dem Wettkampf in der Bad Zwischenahner Wandelhalle teil. „Damit ist es das größte Wochenendturnier in Europa“, erläuterte der internationale Schiedsrichter der Veranstaltung, Johan Swanepoel aus Holland.
Von Donnerstag bis zum gestrigen Sonntag trafen sich die Spieler und Spielerinnen, um in insgesamt sieben Runden den Sieger zu ermitteln. Es waren auch noch nie so viele gute jugendliche Schachspieler mit dabei, die den etablierten Akteuren mächtig Konkurrenz machten. Organisator Jürgen Wempe betonte, dass das Feld noch nie so ausgeglichen besetzt war wie diesmal. Allein sieben Großmeister und mehrere Internationale Meister waren am Start.
Und selten verlief der Wettkampf so spannend wie jetzt. Nach der sechsten Runde hatten noch 10 Spieler Aussichten auf den Gesamtsieg. Im Spitzenduell standen sich die beiden Großmeister Henrik Teske und Vladimir Epishin gegenüber. Beide hatten bereits den Nordwest-Cup einmal gewonnen, Epishin die erste Veranstaltung im Jahre 1999. Beide hatten vor dem abschließenden Duell 5,5 Punkte auf ihrem Konto. Dahinter folgten acht Spieler mit je 5 Punkten. Epishin und Teske trennten sich remis. Am Ende entschied die Feinwertung über die ersten fünf Ränge. Den ersten Platz belegte Epishin vor dem erst 14-jährigen Rasmus Svanje aus Lübeck, der ein tolles Turnier absolvierte. Platz drei ging an Henrik Teske, Rang vier an Gennadij Fish vor Viesturs Meijers auf Platz fünf.
Es war ein spannendes Turnier, das bis zur allerletzten Minute offen war, betonte auch Hans-Gerd Arntken vom Ausrichter, dem Schachclub Schwarzer Springer Bad Zwischenahn. Er freute sich mächtig darüber, dass der Nordwest-Cup inzwischen zu solch einer herausragenden Veranstaltung geworden ist.
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