Küstenautobahn A20: Gutachter für Süd-Trasse
Jurist gibt Naturschutz Vorrang und empfiehlt für Bau der Küstenautobahn Variante West 3
Von Hartmut Kern
Varel - Die Planungen für den Bau der Küstenautobahn A20 werden auf Grundlage der vom Bundesverkehrsministerium vorgegebenen Trasse West 3 fortgesetzt. Sie soll südlich der Wesermarsch-Gemeinde Jaderberg die A29 kreuzen und weiter zur A28 führen.
In einem Gutachten, das Professor Bernhard Stüer am Mittwoch im Rathaus von Varel vorstellte, stuft der Fachanwalt für Verwaltungsrecht in Münster die Interessen der Kommunen zwar als gewichtig ein, spricht sich aus naturschutzrechtlicher Sicht aber klar gegen die Variante West 2 aus, die nördlich an Jaderberg vorbeiführt. Zu groß seien die Risiken rechtlicher Auseinandersetzungen.
Die Stadt Varel hatte sich von dieser Variante eine Entlastung der Innenstadt vom Lastwagen-Verkehr auf der Bundesstraße 437 erhofft. Auch die vom Bau betroffenen Gemeinden Wiefelstede, Rastede und Jade sowie die Landkreise Friesland, Ammerland und Wesermarsch hatten sich für die Variante West 2 ausgesprochen.
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Nach einem halben Jahr Planungspause bringe das Gutachten endlich Klarheit. „Jetzt kann wieder Gas gegeben werden“, freute sich Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP). Wichtig sei es, bei allen Planungen die Interessen der Menschen vor Ort und die Belange der Kommunen in der Region im Blick zu behalten. Die Küstenautobahn biete Chancen für Ansiedlungen von Unternehmen und neue Arbeitsplätze und trage so zum Wachstum in der Region bei, erklärte Bode.
Einen Fortschritt in der Hinterlandanbindung der Seehäfen und insbesondere des im Bau befindlichen Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven stellte Enak Ferlemann (CDU, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium) aus Cuxhaven fest.
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