Grüne sehen Nein zur A 20 durch Gutachten bestätigt
Verkehr Statt Autobahnbau sollte das bestehende Straßennetz in Varel und Umgebung optimiert werden
Varel - Die Grünen in Varel sehen ihre Ablehnung der A 20 durch das jüngste Gutachten bestätigt. „Eines der wichtigsten Argumente, den Bürgern dieses Verkehrsprojekt schmackhaft zu machen, war bislang die Entlastung vom Durchgangsverkehr. Zumindest für Varel ist dieses Argument nun vom Tisch“, so die Grünen.
Es entbehre nicht einer gewissen Ironie, dass es dazu eines Gutachtens der Autobahn-Befürworter bedurfte. Gleichzeitig zeige dies den Irrsinn des Projekts. Selbst nach den optimistischen Zahlen der Befürworter sei der Bau der A 20 nicht zu rechtfertigen. Eine Aufnahme in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans im Jahre 2015 sei daher längst nicht so selbstverständlich. Doch selbst wenn das den Autobahnlobbyisten gelingt, müsse sich das Projekt in einer langen Reihe wichtigerer Strecken hinten anstellen.
Nach Ansicht der Grünen versenken Land und Kommunen Millionen in Planungen und Gutachten: Geld, das an anderer Stelle schmerzlich fehle. In der mittleren Wesermarsch könne man angesichts des erbärmlichen Zustands vieler Straßen bald flächendeckend Tempo 30 ausrufen. In Friesland sehe es mancherorts kaum besser aus. Es fehlten wichtige Lückenschlüsse im außerörtlichen Radwegenetz. Bestehende Radwege könnten nicht saniert werden.
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Die Grünen hoffen nun, dass auch an anderer Stelle ein Umdenken einsetzt. Statt weiter Mittel in eine unnötige Autobahnplanung zu investieren, müsse das bestehende Straßennetz optimiert werden. Die Idee von Varels Bürgermeister, die B 437 mit einem Verkehrsrechner und zusätzlichen Abbiegespuren auszustatten, gehe in die richtige Richtung. Auch kleinräumigen Umgehungen stünden die Grünen nicht grundsätzlich im Wege.
Die Vareler Probleme in Nachbargemeinden abzuschieben, wie vom SPD-Ratsherrn Recksiedler vorgeschlagen, ist mit den Grünen jedoch sicher nicht zu machen.
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