RODENKIRCHEN, 20. August 2010


Gemeinde achtet bei den Arbeiten aufs Gewicht

Küstenautobahn Geologische Untersuchungen – Tonnagebegrenzung auf Straßen


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Geologische Untersuchung: Ein Bohrgestänge wird am Bohrgerät befestigt. BILD: DPA  Bild vergrößern

Die Ratsmitglieder waren einig. Bohrungen sind anzukündigen.

von Ulrich Schlüter

Rodenkirchen - Mit leichtem und schwerem Gerät werden die Bautrupps anrücken, die Bohrungen für die Erfassung des Untergrunds im Zuge der Planung der Küstenautobahn (A 20) vornehmen. Der Gestattungsvertrag darüber mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei noch zu modifizieren, sagte Bürgermeister Boris Schierhold bei der Sitzung des Ausschusses für Straßen, Wege, Umwelt und Landschaftspflege des Gemeinderats am Mittwoch.


Tonnage begrenzt
Für die vorbereitenden Planungen muss der Boden sondiert werden. Auch gemeindliche Grundstücke sind davon betroffen. Um weitgehend Schäden auszuschließen, sei die Tonnagebegrenzung auf den Straßen einzuhalten, betonte Boris Schierhold. Auch müsste vor Arbeitsbeginn mitgeteilt werden, welche Fahrzeuge eingesetzt würden, fügte der CDU-Fraktionschef Günter Busch an. Die Verwaltung zu bitten, den Zustand der Straßen vor und nach den Baugrunduntersuchungen zu dokumentieren, regte der SPD-Fraktionschef Günter Hespos an. SPD-Ratsherr Hermann König forderte dazu auf, von morgens bis abends einen Mann von der Verwaltung abzustellen, um die Arbeiten zu überwachen. „Sonst werden die Straßen kaputt gefahren.“

Der Ratsherr Claas Vollers, Mitglied der CDU-Fraktion, betonte, dass die Tonnagebegrenzung auf den gemeindlichen Straßen – hauptsächlich handelt es sich um fünf Tonnen – einzuhalten sei. Fahrzeuge mit höheren Tonnagen würden nicht zugelassen.

Wie die Niedersächsische Landgesellschaft mitteilt, die die Untersuchungen vornimmt, werden Bohrungen mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern und einer Bohrtiefe von vier bis sechs Metern niedergebracht. Im Bereich Schweierfeld sei eine Drucksondierung geplant. Für die Bohrungen werde ein Raupengerät von maximal 800 Kilogramm eingesetzt, das man auf einem Anhänger oder Pick-up transportiere. Das Gesamtgewicht betrage zwei bis drei Tonnen.


Konkrete Zahlen erwartet
Von den Untersuchungen verspricht sich Claas Vollers nun Angaben über die Bodenverhältnisse. „Es kommen konkrete Zahlen und tatsächliche Kosten auf den Tisch“, machte er hinsichtlich der A 20-Baukosten deutlich. Denn nach seinen Worten ist das Sandauffahrverfahren für die A 20-Trasse nicht möglich.

Claas Vollers brachte noch einen weiteren Aspekt ein: Die Trasse knicke weiter nach Süden ab, als ursprünglich geplant. Sie verlaufe nun nicht mehr in einem ungefähr gleichen Abstand zu den Bundesstraßen 211 und 437 mit der Folge, dass der Verkehr auf der B 211 abnehme. Auf der B 437 jedoch, die sich bereits am Ende ihrer Kapazität befinde, würde der Verkehr zunehme.

Die Beschlussempfehlung war dann einstimmig. Die Gemeinde weicht von der Tonnagebegrenzung nicht ab und besteht darauf, dass die Arbeiten mit dem Verweis auf die eingesetzten Maschinen rechtzeitig anzumelden sind. Auch sollen die Arbeiten vor Ort überwacht werden.

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