BRAKE, 26. August 2010


„Baubeginn im Jahr 2013 ist Utopie“

Die A20-Gegner widersprechen dem Projektkoordinator: Die Planung wird viel länger dauern.

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Brake - Drastisch reagieren die Gegner der Küstenautobahn auf den angekündigten Baubeginn der A20 im Jahr 2013: Das sei ein „utopisches Hirngespinst“, kommentiert Uwe Schmidt, Sprecher der Initiativen gegen die Autobahn, die Aussagen des Projektkoordinators Sebastian Mannl im Kreis-Bauausschuss (die NWZ  berichtete). Mit dieser Festlegung werde verkannt, wie viel Zeit die noch erforderlichen Planungsschritte in Anspruch nehmen werden, so Schmidt weiter.

Nach Ende des Planfeststellungsverfahrens müssten „etwa zwei weitere Jahre für Klageverfahren einkalkuliert werden“, so Schmidt. Danach müsse das Projekt „erst noch in den Finanzierungsplan des Bundes aufgenommen werden.“ Das sei wiederum nur möglich, wenn es sich im vordringlichen Bedarf befinde. Diese Einstufung könnte aber frühestens 2015 erfolgen, rechnet Schmidt vor. Dabei zweifeln die Autobahngegner „stark an, dass die A20 diese Hürde überhaupt nehmen kann.“ Und selbst dann sei die Finanzierung der rund 120 Kilometer langen Küstenautobahn unsicher. „Bis die Bagger rollen können, geht noch viel Zeit ins Land. Ob sie jemals rollen werden, ist vor dem Hintergrund dieser Tatsachen mehr als fraglich“, so Schmidt.

Wie berichtet, ist die Linienbestimmung der A20 (früher A22) im Juni erfolgt. Nun beginnt für die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg, die Feinplanung für die drei Teilstücke zwischen Westerstede und dem Wesertunnel, die zusammen etwa 46 Kilometer lang sind. Nur für diese drei Autobahn-Teilstücke ist der Oldenburger Geschäftsbereich planerisch zuständig, erklärte der zuständige Projektkoordinator Mannl im Fachausschuss.

NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zur umstrittenen Küstenautobahn - der A22.

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