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Erste Ernte von Torfmoosen frühestens nach drei Jahren

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Symposium:
Erste Ernte von Torfmoosen frühestens nach drei Jahren

RASTEDE Noch im Anfangsstadium befindet sich der Versuch, im Hankhauser Moor auf einer fünf Hektar großen Fläche Torfmoose zu züchten. Matthias Krebs von der Universität Greifswald berichtete bei einem Moorschutzsymposium in Rastede, dass frühestens nach drei Jahren mit der ersten Ernte gerechnet werde.

Mehr als 110 Interessierte waren der Einladung des Naturschutzbundes Nabu gefolgt, der das Symposium in Zusammenarbeit mit dem Nabu Rastede im Akademiehotel anbot. Auch eine Besichtigung der Versuchsflächen im Hankhauser Moor gehörte zum Programm.

Krebs informierte die Teilnehmer über die Forschung mit Torfmoosen als Torfersatzstoff. Für den Anbau spezieller schnellwachsender Torfmoose würden Moorflächen nach dem Abtrag der deckenden Vegetationsschicht gezielt vernässt. Damit werde die Mineralisierung des Torfs und die Freisetzung von CO stark verringert.

Mit Ausnahme der obersten Vegetationsschicht bleibe der Torfkörper weitgehend unberührt, erläuterte Krebs. Die Tofmoossaat werde auf der aufbereiteten Oberfläche aufgebracht. Durch Wasserhaltungsmaßnahmen werde der Wasserstand auf Geländehöhe gehalten. Dadurch werde ein Austrocknen oder eine Überstauung der Pflanzen verhindert.

Bevor in Hankhausen erstmals Torfmoose geerntet werden könnten, müsste die Fläche zwei- bis dreimal jährlich gemäht werden, erklärte Krebs. So begegnete man dem ungewünschten Aufwuchs von Wildkräutern, Flatterbinse, Birken und Weiden.

An dem Moorschutzsymposium im Akademiehotel in Rastede nahmen neben Experten der Uni Greifswald auch Fachleute des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie teil. In ihren Vorträgen ging es um die Klimarelevanz von Moornutzung und -renaturierung, Wunsch und Wirklichkeit von artenreichem Hochmoorgrünland sowie die Torfmooskultivierung.