Asyl:
Sprache als Schlüssel zur Integration

Kvhs bietet seit vorigem Jahr                      verstärkt Kurse für Flüchtlinge an

Ammerland Auf vielfältige Art und Weise engagiert sich die Kreisvolkshochschule Ammerland in der Flüchtlingsarbeit. Das verdeutlichte Geschäftsführer Winfried Krüger im Beisein von Anja Kleinschmidt von der Koordinierungsstelle für Migration und Demografie des Landkreises Ammerland in einem Pressegespräch. Vorgestellt wurden die wichtigsten Programme, die mit Hilfe von Bundes-, Landes- oder auch kommunalen Mitteln finanziert werden.

Die verschiedenen Angebote für Flüchtlinge und Migranten künftig besser aufeinander abzustimmen und neue Angebote zu entwickeln, ist die Aufgabe von Frank Ritterhoff, Koordinator des neuen Projektes Aml (Ammerländerländer Integrationsprozesse gestalten). Neben zugeschnittenen Sprachkursen sollen Aktionstage und weitere Veranstaltungen organisiert werden, um die Integration zu fördern. Gleichzeitig will er Finanzierungsmöglichkeiten ausloten. Auch weitere Begegnungsstätten wie der Ortsteiltreff MitEinAnder an der Lessingstraße in Rastede könnten ins Leben gerufen werden, beispielsweise in Rostrup.

„Das zurückliegende Jahr hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt“, betonte Krüger. Die Kreisvolkshochschule habe allein 15 Deutschkurse für Flüchtlinge in allen Ammerland-Gemeinden angeboten sowie einen weiteren für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive. „Teilgenommen haben insgesamt rund 220 Personen“, resümiert Krüger. Hinzu kamen zwei Integrationskurse mit 40 Teilnehmern und eine berufsbezogene Sprachförderung mit 15 Teilnehmern.

Um Flüchtlingskindern den Anschluss an den Unterricht zu ermöglichen, erhalten diese über das sogenannte KoLA-Projekt gezielte Förderung. Daran nahmen etwa 250 Flüchtlingskinder teil – sowie knapp 450 Kinder aus deutschen Familien.

Parallel dazu gab es bereits Einbürgerungstests. Daran nahmen 45 Migrantinnen und Migranten teil.

Bei der Überwindung von Sprachhürden helfen 75 Sprachmittlerinnen und -mittler. „Wir qualifizieren Muttersprachler und bilden einen Pool, damit sie bei Behördengängen, Arztbesuchen, in Schulen oder Kindergärten bei der Verständigung helfen können“, unterstrich Krüger. 75 seien aktuell im Einsatz.

Um den Menschen die deutsche Kultur und das richtige Verhalten im Alltag nahe zu bringen, stehen den Flüchtlingen Integrationslotsen zur Verfügung, häufig selbst mit Migrationshintergrund. 50 wurden im zurückliegenden Jahr qualifiziert.

Alle Angebote, so betonten Anja Kleinschmidt und Winfried Krüger, sollten dazu dienen, die Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und den Weg in die Arbeitswelt zu ebnen.

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