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Polizeibekannte Männer:
Bewaffnetes Pöbel-Duo verbreitet Angst in Rastede

Rastede „Ich habe Angst, die Unsicherheit ist jetzt da“, sagt der Mann mit Migrationshintergrund, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Abends traue er sich nicht mehr vor die Tür, nach dem Vorfall, den er am vergangenen Sonnabend in Rastede miterlebte und den er am Montagmittag der NWZ  schilderte.

Zwei mit Messern bewaffnete Männer sollen an jenem Abend durch den Ort gezogen sein und ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Gegen 21.45 Uhr sollen sie mit Händen und Füßen gegen die Tür eines Mehrparteienhauses an der Raiffeisenstraße, in dem der Mann lebt, geschlagen und getreten haben.

„Ihr scheiß Ausländer, wir bringen Euch alle um!“, sollen die Männer dabei gerufen haben. Ein Nachbar, der gegen 22.30 Uhr nach Hause kam, soll Blutspuren an der Klingel entdeckt haben.

„Ich war schockiert“, sagt der Mann, der so etwas in Rastede noch nicht erlebt hatte. „Ich konnte nicht schlafen und dachte, gleich wird ein Molotow-Cocktail geworfen.“ Der Mann habe sich nach dem Vorfall an Kommunalpolitiker und an Vertreter des Kreistages gewandt, sagt er. Er wünsche sich einen Austausch darüber, wie man auch in Zukunft friedlich miteinander leben könne. „Es darf kein Hass gesät werden.“

Auf Nachfrage der NWZ  bestätigt Lüder Behrens, Leiter der Polizeistation in Rastede, dass es am Sonnabendabend Hinweise auf zwei junge Männer gegeben habe, die pöbelnd durch die Ladestraße liefen. Dass sie dabei ausländerfeindliche Parolen gerufen haben sollen, könne er indes nicht bestätigen. „Wir haben keinen konkreten Hinweis auf Ausländerfeindlichkeit“, sagte Behrens.

Bei den beiden Männern soll es sich um einen 23-jährigen Oldenburger und einen 19-jährigen Wiefelsteder handeln. Beide waren alkoholisiert (1,7 und 0,8 Promille) und wollten in Rastede offenbar zu einer privaten Feier. Beide Männer seien bereits polizeilich bekannt, sagte Behrens.

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Männer an dem Mehrparteienhaus an der Raiffeisenstraße waren, wo sie mehrfach klingelten. So sei es am Sonnabend gemeldet worden. Von Schlägen gegen die Tür sei der Polizei allerdings nichts berichtet worden. Allerdings wurde an der Klingel Blut gefunden, bestätigt Behrens. Der 23-Jährige hatte eine Schnittverletzung, die er sich schon zugezogen hatte, bevor er am Sonnabend nach Rastede kam, so Behrens.

Von der Raiffeisenstraße zogen die beiden Männer offenbar weiter durch den Ort. Im Bereich Bahnhofstraße/Sophienstraße sollen sie nach Angaben der Polizei einen Mann angepöbelt und diesen mit einem Messer bedroht haben. Außerdem sollen sie die Motorhaube des Autos, das dem Mann gehört, mit dem Messer zerkratzt haben. Daraufhin sollen sie sich aus dem Staub gemacht haben.

Die Polizei konnte beide Männer kurze Zeit später aufgreifen. Der Verletzte kam ins Krankenhaus. Festgenommen wurden die Männer nicht. Allerdings wurde Strafanzeige wegen Bedrohung und Sachbeschädigung gestellt.

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