Kalender:
„Platt ist nicht nur die Sprache von Oma und Opa“

De Spieker und Oldenburgische Landschaft stellen „Klenner 2016“ vor

Petersfehn „Platt ist nicht nur die Sprache von Oma und Opa.“ Und weil das so ist, wie Stefan Meyer, Beauftragter für die plattdeutsche Sprache bei der Oldenburgischen Landschaft, betont, ist „De plattdüütsch Klenner up dat Jahr 2016“ noch einmal deutlich „jünger“ geworden. Neben bekanntem Inhalt hat das Redaktionsteam um Rita Kropp, Vorsitzende des Heimatbundes für Niederdeutsche Kultur „De Spieker“, auch viel Neues aufgenommen. Auch mehrere junge Autoren konnten für die Mitarbeit gewonnen werden. Und sogar die Werbung in dem knapp 200 Seiten starken Kalender ist weitgehend „up Platt“. Für Verleger Florian Isensee erhält der wohl einzig durchgängige plattdeutsche Kalender allein dadurch schon „Kultstatus“.

Mehr als 40 Autoren im Alter von 9 bis 90 Jahren haben Beiträge, kritische und heitere Gedichte, Kurzgeschichten und Rezepte eingereicht, insgesamt rund 80 Texte. Darunter sind auch Geschichten mit aktuellem Bezug, wie ein Gedicht über Flüchtlinge. Mehr Platz eingeräumt wurde auch zeitgenössischen Texten für Kinder und Jugendliche – und von solchen. So wird über die Disco ebenso geschrieben wie über die Panik eines Hundes. Und sogar Science Fiction hat den Weg in das Buch gefunden. Thematischer Schwerpunkt ist aber die Natur. Ein für Notizen nutzbares Kalendarium, in dem besondere Jahrestage vermerkt sind, komplettiert den vielseitigen plattdeutschen Begleiter durch das Jahr.

Zum zweiten Mal erscheint der einzige plattdeutsche Kalender des Oldenburger Landes im Isensee Verlag und im neuen Layout. Oldenburgische Landschaft und De Spieker sind nach der Auflösung des Ollnborger Kring jetzt erstmalig alleinige Herausgeber des Kalenders. Zusammen mit dem roten „Oldenburgischen Hauskalender“ bildet der blaue „Plattdüütsch Klenner“ die Landesfarben Blau und Rot ab und kann damit auch die Bücherregale oldenburgisch schmücken.

„De plattdüütsch Klenner“, erscheint mit Unterbrechungen seit 1866. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er seit 1954 vom Ollnborger Kring und De Spieker herausgegeben, seit der Ausgabe 2015 ist die Oldenburgische Landschaft dabei. Seitdem erscheint er auch im Oldenburger Isensee-Verlag.

Für die Verantwortlichen geht die Arbeit derweil schon weiter: Das Thema des, so Meyer, „Klenner, der sich weiterentwickeln soll“ für 2017 steht schon fest: 500 Jahre Reformation.

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Markus Minten

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„Platt ist nicht nur die Sprache von Oma und Opa“
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