Kapazitätsgrenze Im Ammerland:
Für Asylbewerber werden Plätze knapp

CDU-Bundestagsabgeordnete Barbara Woltmann verlangt eine Beteiligung der Kommunen bei den Zuteilungsschlüsseln. Zum Unterbringungsproblem kommt: Pro Asylbewerber fallen im Durchschnitt 5900 Euro an Kosten für eine angemessene medizinische Versorgung an.

Westerstede Auf die Stadt Westerstede sowie die fünf Ammerland-Gemeinden Apen, Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede kommen vermutlich schon in Kürze weitere Aufträge zur Unterbringung von Asylbewerbern zu. Davon geht die Ammerländer CDU-Bundestagsabgeordnete Barbara Woltmann aus. Woltmann, die dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages angehört, verlangt derweil eine Beteiligung der Kommunen, wenn es auf übergeordneten Ebenen um die Zuteilungsschlüssel geht. „Wir haben zu diesem Thema bereits eine Reihe von Gesprächen geführt. Dabei haben die Kommunen nicht mit am Tisch gesessen und das halte ich für falsch“, erklärte Woltmann in einem NWZ -Gespräch.

Um zu hören, wo der Schuh drückt, hatte die Abgeordnete gerade in jüngster Zeit von sich aus Kontakt zu den Gemeinden gesucht, denen die Asylbewerber von den Bundesländern zugewiesen werden. „Die meisten sind längst an Kapazitätsgrenzen angekommen und wissen nicht, wo sie noch weitere Personen unterbringen sollen“, so Woltmann.

Schnell an Grenzen stoßen dürften vor allem Kommunen wie Westerstede, die sich für eine dezentrale Unterbringung von Menschen aus Krisengebieten entschlossen haben. Diese Verfahrensweise wird sich mittelfristig wohl deswegen nicht durchhalten lassen, weil es an entsprechendem Wohnraum fehlt. In Bayern denken die Behörden dem Vernehmen nach daran, Asylbewerber in Containern oder Zelten unterzubringen.

Neben den Wohnraumproblemen sehen die Verantwortlichen offenbar ein weiteres Problem. Pro Asylbewerber fallen im Durchschnitt 5900 Euro an Kosten für eine angemessene medizinische Versorgung an.

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23.07.2014
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