Neujahrsempfang:
Vereine spielen bei Integration eine wichtige Rolle

Schatzmeister des Deutschen Fußballbundes wirbt für Aufnahme von Flüchtlingen

Edewecht Die Bewältigung des Flüchtlingszustroms und vor allem die Frage der Integration: Diese Themen bestimmten am Sonnabend im voll besetzten Saal des Rathauses den 28. Neujahrsempfang der CDU Edewecht. Als Gastredner war Reinhard Grindel eingeladen worden, der Schatzmeister im Präsidium des Deutschen Fußballbundes, der Chancen auf das Präsidentenamt hat.

„Was ist schöner, als einen Nachmittag in Edewecht zu verbringen?“ Mit diesen Worten begrüßte Grindel die vielen Ehrenamtlichen im Saal. Es sei für ihn auch deshalb so schön, weil er einige Freunde, Weggefährten und Partner getroffen habe. Er schätzte die Herausforderung bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms größer ein als manche andere politische Aufgabe in der Vergangenheit. „Tsipras und Varoufakis sind einfacher zu bewältigen gewesen“, meinte Grindel.

Die Kommunen seien besonders gefordert, sagte der DFB-Schatzmeister. Es wäre deshalb schön, wenn die Zuwendungen über die Länder ungekürzt an die Kommunen weitergeleitet würden. Er bat die Sportvereine, die Vertreter der Feuerwehr und die anderen Vereine, mehr Kinder aus den Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. Damit könne man auch die Nachwuchssorgen mindern und wesentliche Hilfen bei der Integration anbieten. „All die großen Fußballstars haben mal klein in einem Verein angefangen. Warum soll aus dem Ammerland nicht mal ein neuer Mesut Özil hervorgehen“, spornte Grindel die Anwesenden an.

Karin Heel von der Schießsport-Gemeinschaft Edewecht fand den Nachmittag für sich sehr bereichernd. „Ich muss das alles erst mal sacken lassen, aber der Vortrag war gut.“ Auch Heidemarie Michaelsen vom örtlichen Sozialverband fand den Nachmittag sehr informativ. „Es ist gut, dass auch heikle Themen angesprochen wurden“, sagte sie. Rolf Jürgens-Tatje (Feuerwehr Osterscheps) brachte es auf den Punkt: „Wir können das nur gemeinsam schaffen.“

Jörg Brunßen, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Edewecht meinte, der Zuzug der Menschen aus Syrien, dem Irak und anderen Krisenregionen bewege die Edewechter sehr. „Die aktuelle Situation ruft gemischte Gefühle hervor. Einige sehen eine große Chance, andere große Probleme“, sagte Brunßen. Fakt sei aber, dass die Kommunen „die Menschen aufnehmen und integrieren müsse“.

Bürgermeisterin Petra Lausch nahm die Gelegenheit wahr, die Situation der Gemeinde mit dem gut aufgestellten Haushalt und umfangreichen Investitionen darzustellen. „Wir stehen gut da und gehen gestärkt in die Zukunft“, sagte sie. Die Sternsinger und das Duo Susanne Deeken und Jürgen Bischoff steuerten mit Gesang zur Unterhaltung bei.

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