Ehrenamt:
„Arme Kinder nicht vergessen“

Tina Ahlf engagiert sich für Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“

Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder hat inzwischen über 150 Päckchen zu Hause stehen. Gerade Kindern, die kaum etwas haben, möchte die Friedrichsfehnerin helfen.

Friedrichsfehn „ Hilfe und Unterstützung sind doch grundsätzlich etwas Positives“, sagt Tina Ahlf. „Ich habe mich dafür entschieden, mich für Kinder zu engagieren, die unter schwierigen Bedingungen in armen Ländern aufwachsen, für die vieles nicht selbstverständlich, was für unsere Kinder normal ist. Gerade diesen Mädchen und Jungen zu helfen, das ist mir ein Anliegen.“

Über 150 Weihnachtspakete stapeln sich inzwischen in der Wohnung der alleinerziehenden Mutter, in der sie mit ihren Kindern Kylie (6) und Lion (2) lebt. Und täglich kommen noch weitere hinzu. „Manchmal fühle ich mich für eine Außenstelle des Weihnachtsmannes“ strahlt die Friedrichsfehnerin.

Verein seit 2001

Organisiert  wird die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ durch den Verein „Geschenke der Hoffnung“, der 2001 in Berlin gegründet wurde. Die Anfänge jedoch gehen auf das Jahr 1996 zurück. Damals rief die christliche Zeitschrift „Entscheidung“ zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum zum Päckchenpacken für „Weihnachten im Schuhkarton“ auf; spontan trafen in der Redaktion rund 1600 Geschenk-Pakete ein. Von Jahr zu Jahr wuchsen die Begeisterung für die Aktion und die Anzahl der Schuhkartons. Auch der Ruf nach weiteren Projekten wurde immer lauter. Um diesem Wunsch Rechnung zu tragen, wurde der Verein gegründet.

Praktisch  und auf vielfältige Weise, heißt es von Seiten des Vereins, unterstütze man als international tätige, christliche Organisation mit verschiedenen Projekten bedürftige Menschen in über 20 Ländern. Für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ seien allein vergangenes Jahr 494 901 Schuhkartons gepackt worden.

Seit ein paar Monaten ist Tina Ahlf ehrenamtliche Mitarbeitern des Berliner Vereins „Geschenke der Hoffnung“, der die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ anbietet. Erfahren habe sie von der Aktion aus der Zeitung. „Mit meinen Kindern wollte ich vergangenes Jahr selbst ein Päckchen zugunsten notleidender Kinder in Südosteuropa, den ehemaligen Sowjet-Republiken oder Zentralasien packen, aber irgendwie sind wir darüber weggekommen.“

Dieses Jahr habe sie sich dann im Sommer durch das Internet über den Verein „Geschenke der Hoffnung“ und die Weihnachtsaktion informiert. „Zufällig wurde weniger Tage später ein Einführungslehrgang für neue ehrenamtliche Helfer in Bremen angeboten und dafür habe ich mich gleich angemeldet.“ Anschließend habe sie auf vielfältige Weise für die Aktion ,Weihnachten im Schuhkarton’ geworben. Diverse Flyer habe sie mit ihrer Adresse versehen und verteilt, diverse Gespräche in Kindergärten, Einrichtungen und Geschäften in Friedrichsfehn, Petersfehn, Jeddeloh I und Oldenburg geführt. Zusammengearbeitet habe sie dabei mit der Ansgari-Apotheke in Oldenburg.

„Als ehrenamtliche Helferin der Aktion ist man dazu verpflichtet, darauf zu achten und zu kontrollieren, dass sich in den Geschenkkartons wirklich das befindet, was aus zollrechtlichen Bestimmungen vorgeschrieben ist, damit die Päckchen auch weiter geleitet werden können“, so Tina Ahlf. Viele Spenderinnen und Spenden hätten die Schuhkartons vorbildlich gefüllt, mit Schokolade und Kuscheltieren, Mützen und Zahnbürsten, Heften, Stiften und Süßigkeiten und auf einem Etikett vermerkt, ob das Geschenk für ein Junge oder ein Mädchen, ein Kindergartenkind, ein Grundschüler und ein Teenager bestimmt ist. In einige Geschenkkartons habe die Friedrichsfehnerin noch weitere Kleinigkeiten dazu gepackt, damit „kein Kind traurig ist, weil es z.B. keine Süßigkeit bekommen hat.“ Das sei schon sei zeitaufwendig, aber sie mache die Arbeit gern.

Nächste Woche würden alle Päckchen von der Sammelstelle Ahlf, Am Waldblick 3 a, in Friedrichsfehn abgeholt und zum Zentrallager nach Berlin gebracht und von dort weiter zu den Kindern.

„Mir hat die Aktion soviel Spaß gemacht, dass ich mich nächstes Jahr wieder dafür engageiren möchte“, sagt Tina Ahlf.

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Doris Grove-Mittwede

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