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Protest In Edewecht:
Bauern blockieren Zufahrt von Molkerei

Edewecht Eineinhalb Stunden war am Mittwochnachmittag die Zufahrt zum Edewechter Werk des Deutschen Milchkontors (DMK) an der Industriestraße dicht: Bauern aus der Region hatten mit sechs Schleppern die Zufahrt blockiert. Mit dieser Aktion wollten die rund 20 Landwirte und Landwirtinnen gegen den „ruinösen Milchpreis“ protestieren.

„Der niedrige Milchpreis zerstört die bäuerliche Landwirtschaft. DMK zahlt seinen Landwirten im September 25 Cent pro Liter Milch, unsere Produktionskosten liegen jedoch bei 40 Cent. Wir Milchbauern stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand“, sagt Ottmar Ilchmann aus dem ostfriesischen Rhauderfehn.

Die finanzielle Lage einiger seiner Kollegen sei so dramatisch, so Ilchmann weiter, dass die Banken schon den Finger auf den Betrieben hätten. Ein Kollege, so habe er gehört, habe sich heute Morgen im Kuhstall umgebracht, weil er nicht weitergewusst habe. Dieser Mann sei nicht der erste gewesen und werde leider wohl auch nicht der letzte sein, der sich wegen seiner finanziellen Situation selbst getötet habe.

„Dieser ruinöse Milchpreis zwingt uns in die Knie, wir leben schon lange von der Substanz, vom Ersparten oder von Krediten, so kann das nicht weitergehen“, sagt Heike Haske aus Neerstedt (Landkreis Oldenburg).

„DMK ist immer einer der Vorreiter bei den immer weiter sinkenden Milchpreisen. DMK will sich als weltweit tätiges Unternehmen aufstellen, tut aber nichts, um mit uns Produzenten nach Lösungen zu suchen, dass wir Bauern einen Milchpreis bekommen, von dem wir und unsere Familien leben können“, kritisiert Ilchmann.

Über ihre Sorgen und Nöte sprechen konnten die Bauern mit DMK-Vertreter nicht. Der Edewechter DMK-Werkleiter John Faurholdt Jensen ging zwar zu den Landwirten und hörte sich ihre Ausführungen an. Jensen verwies jedoch darauf, dass er als Edewechter Produktionsleiter der falsche Ansprechpartner sei. Die Landwirte sollten sich an die Geschäftsführung in Bremen wenden.

„Diese Aktion in Edewecht ist die Vierte dieser Art vor DMK-Werken. Jedes Mal verlangen wir die Geschäftsführung zu sprechen. Das haben wir auch schon schriftlich mit Terminvorschlägen getan, aber die DMK-Geschäftsführung will einfach nicht mit uns reden“, sagt Ottmar Illmann. Dabei sei DMK doch eine Genossenschaftsmolkerei, die ein Interesse daran haben müsse, dass ihre Genossen, die Bauern, ein akzeptables Einkommen hätten, kritisiert ein anderer Landwirt

Nach eineinhalb Stunden wurde die Aktion an der Industriestraße beendet, die Landwirte fuhren davon.


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