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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bürgerinitiative kämpft gegen Bahnlärm im Kurort

09.02.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-20T15:40:36Z 280 158

Engagement:
Bürgerinitiative kämpft gegen Bahnlärm im Kurort

Bad Zwischenahn „Wir wollen keine Stimmung gegen die Bahn machen“, stellte Wilfried Tebje, Initiator der „Bürgerinitiative gegen den Bahnlärm“ in Bad Zwischenahn, eingangs auf der Informations- und Diskussionsveranstaltung am Freitagabend im voll besetzten Gruppenraum des „Hotel Kämper“ fest. „Das einzige, was wir wollen, ist etwas mehr Ruhe“, hob er hervor.

Die Bahn habe die Möglichkeit, den Lärm des Schienenverkehrs zu mindern. Ziel der Bürgerinitiative sei es auch, den stetig steigenden nächtlichen Güterverkehr zu reduzieren. Eine Voraussetzung, die Bahn dazu zu bringen, ihre Züge leiser werden zu lassen, sei eine Lärmmessung, die bald angestrebt werde. Die örtliche Bürgerinitiative habe sich, so Wilfried Tebje, mit anderen zusammengeschlossen, um gemeinschaftlich die Chancen der Lärmreduzierung zu verbessern.

Das Projekt „Wunderlinie“, eine gezielte Aufwertung der Bahnstrecke Groningen–Bremen als Teil der Bahnverbindung Amsterdam–Hamburg, stellte die Projektleiterin Ina de Lange (Groningen) vor. Primär sollte der Personenverkehr verbessert werden. Dazu zähle auch eine Verkürzung der Fahrzeit. Entsprechende Planungen endeten 2018. Dann müsse mit dem Land Niedersachsen verhandelt werden, was möglich sei.

Eine andere Lösung zur Vermeidung des Bahnlärms präsentierte Dr. Horst-Herbert Witt mit seiner Vision „Große Hafenspange“, die eine Entflechtung von Personen- und Güterverkehr vorsieht. So sollte alternativ die Planung einer europäisch angelegten Güterverkehrstrasse für die Küstenregion nördlich der Achse Groningen-Oldenburg-Bremen entwickelt werden.

Diese neue Güterbahn, die Wohngebiete meide, mache die Nutzung der „Wunderlinie“ für den Güterverkehr unnötig, sagte Witt. Für die Umsetzung wäre der politische Wille erforderlich. Zur Finanzierung könne auch nach privaten Investoren gesucht werden.

„Das, was wir vorhaben, bedeutet viel Arbeit“, sagte Wilfried Tebje abschließend. Es würden dringend Mitstreiter für Arbeitskreise gesucht. Für weitere Informationen steht er unter Telefon   04403/64778 zur Verfügung. Spontan traten an diesem Abend rund 30 Anwesende der Bürgerinitiative bei.