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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Fehlt einfach jemand im Haus“

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Haustiere:
„Fehlt einfach jemand im Haus“

Wiefelstede „Keine der Katzen ist wieder aufgetaucht, weder tot noch lebendig“, sagt Dorothee Dahlmann. Sie und ihr Mann Heinz wohnen in der Hamburger Straße in Wiefelstede. Ihr Kater „Fidi“ verschwand über Nacht. Das war kurz vor Weihnachten 2012. Seitdem sind bis heute 15 Katzen aus der unmittelbaren Umgebung verschwunden, die meisten nachts.

Keinerlei Hinweise

Sie verschwanden in der Hamburger Straße, Breslauer Straße, der Berliner Straße, Feldstraße, Richard-Wagner-Straße, Bachstraße, am Thienkamp. Hinweise darauf, wo sie geblieben sind, haben auch Dahlmanns bisher nicht.

Die verschwundenen Katzen sind „Freigänger“, sagt Heinz Dahlmann – Katzen also, die auch nach draußen dürfen, meist aber abends im Haus sind. Die meisten verschwundenen Tiere sind auch Kater, die durchaus mal zwei bis drei Tage weg bleiben. „Deshalb waren wir die ersten beiden Tage auch nicht wirklich unruhig“, berichten Nicole und Denis Schmick aus der Berliner Straße. „Mr. Spock“, ihr Kater, verschwand Mitte März. Elf Jahre gehörte „Mr. Spock“ zur Familie. „Da entsteht schon eine Leere“, sagt Denis Schmick: „Da fehlt einfach jemand im Haus.“

„Fidi“ lebte acht Jahre bei den Dahlmanns und kam abends immer nach Hause, erzählt Heinz Dahlmann. Mittlerweile haben Dahlmanns ihn abgeschrieben, so wie auch Schmicks nicht mehr daran glauben, dass „Mr. Spock“ wieder auftauchen könnte. Zuletzt verschwand „Sammy“ aus der Feldstraße. Das war Ende März. Auch „Sammy“ ist bislang nicht wieder aufgetaucht, weiß Dorothee Dahlmann und zeigt den „Steckbrief“, mit dem „Sammy“ gesucht wird.

„Spurlos“ verschwunden

Die, deren Katzen verschwunden sind, haben sich längst zusammengetan, haben bereits im Januar einen Flyer erstellt – quasi als Vermisstenanzeige, aber auch, um andere Katzenhalter in der Umgebung zu warnen. Auch der Tierschutzverein Ammerland hat die Geschichte auf seiner Internetseite publik gemacht. Und natürlich schießen Spekulationen ins Kraut, was mit den Katzen geschehen sein könnte – vor allem, weil alle Katzen regelrecht „spurlos“ verschwunden sind.

„Machen kaum Sinn“

Vor etwa zwei Wochen hat Dorothee Dahlmann auch mit der Polizei gesprochen. Heiko Tietjen von der Polizei in Wiefelstede machte am Dienstag im Gespräch mit der NWZ  allerdings deutlich, dass strafrechtliche Ermittlungen in seinem solchen Fall kaum Sinn machen, weil die Polizei gar nicht weiß, in welche Richtung sie dabei ermitteln soll. „Aber wir halten natürlich die Augen offen“, sagte Tietjen.

Dahlmanns und auch Schmicks haben mittlerweile neue Katzen im Haus. „Abends“ – sagen sie – „lassen wir sie aber nicht raus.“

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