72-Stunden-Aktion:
Neue Spielflächen für das ganze Dorf

Landjugend Aschhausen muss Brettspiele im Großformat und Bouleplatz errichten

Bis Sonntagabend haben die jungen Aschhauser Zeit. Wie die anderen Landjugendgruppen auch, hoffen sie auf Hilfe aus der Bevölkerung.

Aschhausen Donnerstag, Punkt 18 Uhr: Es wird ganz ruhig im Schützenhaus Aschhausen an der Herbartstraße. Ein bis dato geheimer „Agent“ gibt sich zu erkennen und verkündet die Aufgabe, die die Landjugend Aschhausen binnen 72 Stunden erfüllen soll: „Richtet bitte im Bereich zwischen Schule und Turnhalle einen Platz her, wo jung und alt vier unterschiedliche Brettspiele (zum Beispiel Schach, Mühle, Mensch ärgere dich nicht oder etwas anderes) ,im Großformat‘ und daneben noch Boule spielen können“, verliest Kuno Lüttmann, ehemaliger Vorsitzender des Ortsbürgervereins Aschhausen den Arbeitsauftrag.

Drei Tage Zeit

Seit 1995 gibt es die 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend. Die beteiligten Gruppen erhalten eine gemeinnützige Aufgabe und haben genau 72 Stunden Zeit, diese zu bewältigen. Die Jugendlichen sollen einen nachhaltigen Wert für ihr Dorf schaffen.

Niedersachsenweit beteiligen sich mehr als 3000 Jugendliche in 97 Orten. Im Ammerland stellen sich neben der Landjugend Aschhausen noch die Landjugenden Halsbek, Nordloh-Tange und PeLiBu (Petersfeld, Linswege, Burgforde) der Herausforderung.

Mit der angespannten Ruhe ist es dann schnell vorbei: Handys werden gezückt, die Aufgabe wird verbreitet, jetzt muss so schnell wie möglich Unterstützung her, soll die Aufgabe bis Sonntag, 18 Uhr, erfüllt sein. Und das will die Gruppe schaffen – mit möglichst viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Erste Spenden überreichen Erwin-Roeske-Stiftung und Ortsbürgerverein noch Donnerstag.

Dazu hat der Vorstand im Vorfeld Werbung gemacht, hat den rund 30 Mitgliedern zwischen 20 und 30 Jahren Informationen zukommen lassen. Lüttmann hat heimlich bereits für notwendige Genehmigungen gesorgt. Insgesamt werde aber alles „relativ spontan“ organisiert, verrät Vorstandsmitglied Natalia Schaale. Ideen wie „ein großes Vier-Gewinnt-Spiel aus Holz wäre doch auch toll“, folgen an diesem Donnerstagabend, später auch konkrete Pläne.

An diesem Freitag sollen die ersten Arbeiten auf dem Gelände an der Grundschule Aschhausen, Herbartstraße, beginnen. Tatkräftige Hilfe hat für den Nachmittag auch Bundestagsabgeordneter Stephan Albani (CDU) zugesagt. Er wird diesen Freitag und Sonnabend bei allen Ammerländer Landjugendgruppen mitanpacken.

Zum Abschlussgrillen am Sonntag, 31. Mai, um 18 Uhr sind alle Dorfbewohner eingeladen. Dann soll der neue „Spielplatz für das ganze Dorf“ fertig sein.

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Markus Minten

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72-Stunden-Aktion
Neue Spielflächen für das ganze Dorf
Bis Sonntagabend haben die jungen Aschhauser Zeit. Wie die anderen Landjugendgruppen auch, hoffen sie auf Hilfe aus der Bevölkerung.
http://www.nwzonline.de/ammerland/wirtschaft/neue-spielflaechen-fuer-das-ganze-dorf_a_28,0,1845662243.html
29.05.2015
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