Neue Traumautos fahren vor
Große Messe am Wochenende – Fast jede Marke ist vertreten
Glänzende Karosserien im Sonnenglanz: Auf dem Marktplatz wurden am Mittwoch nagelneue Cabrio-Modelle vom BMW 6er (hinten) und vom Mercedes SLK vorgestellt. Das Interesse war groß. BILD: Torsten von Reeken 
von Klaus Fricke
Oldenburg - Mehr geht wahrscheinlich nicht. „Von den großen Marken sind eigentlich alle am Start“, freut sich Reinke Haar. Der Organisator der Oldenburger Automesse ist ein wenig stolz darauf, mit 35 Händlern in diesem Jahr so viele wie noch nie unterm Dach der Weser-Ems-Halle versammelt zu haben. Und darum wird es am 26. und 27. März auch voll werden im Veranstaltungszentrum: Über 10.000 Besucher werden erwartet.
Die positive Resonanz auf die Messe hängt eng zusammen mit dem wirtschaftlichen Aufschwung. „Der Branche geht es wieder gut“, weiß Haar und wird durch Clemens Meistermann, Geschäftsleitung der BMW-Freese-Gruppe, bestätigt: „Die Geschäfte laufen. Das zeigt sich auch daran, dass alle großen Händler der Stadt mitmachen.“
Die Folge für die Messe ist durchaus im Sinne Reinke Haars: „Wir brauchen jeden Platz in den Hallen, darum reduzieren wir die Schau auf ihr Kernthema.“ Was bedeutet: Eine Miss-Wahl, Talkrunden oder ein größeres Rahmenprogramm sucht man vergeblich am Wochenende, einige Mitmachaktionen für Kinder stellen da schon die Ausnahme dar.
„Es hat sich gezeigt, dass die Besucher gar nicht so interessiert sind an Ablenkungen“, betont Haar (und steht damit im Gegensatz zu vielen anderen Messeveranstaltern). „Bei der Automesse wollen die Leute in wenigen Stunden alle Marken durchsehen.“
Und das lässt die Messe allemal zu. „Außergewöhnlich viele Neuvorstellungen nahezu aller Hersteller“ verspricht Reinke Haar, darunter mehrere Deutschland-Premieren und Vorabpremieren für den hiesigen Markt. „Die Oldenburger Messe kann sich in Sachen Markenvielfalt mit anderen Veranstaltungen problemlos messen, auch wenn ihre Wirkung in erster Linie regional ist“, sagt er.
Modell-Neuheiten haben diesmal – im Gegensatz zum Vorjahr – ein deutlich stärkeres Gewicht als das Präsentieren alternativer Antriebe und Kraftstoffe. „Das Interesse bei der Kundschaft ist zurückgegangen“, erklärt Clemens Meistermann, „die Leute warten darauf, dass neue Techniken in Serie gehen, oder sie setzen auf den optimierten Diesel.“
Ganz ohne Alternativen geht es dennoch nicht: Mehrere Händler haben Hybrid-Modelle im Programm, auch das Thema Gasantrieb ist an mehreren Ständen zu finden. „Rundum-Information ist bekanntlich das Ziel einer jeden Messe“, meint Haar, „ich bin sicher, wir werden das bieten können.“
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