Bremer Klinik dementiert: Kein erneuter Frühchen-Tod
bremen - Kein erneuter Frühchen-Tod im Bremer Klinikum Mitte: Anfang der Woche sei ein eineinhalbjähriges Mädchen an einer akuten bakteriellen Infektion gestorben, sagte Klinik-Sprecher Daniel Goerke am Freitag. Er widersprach damit Berichten, es sei erneut auf der Intensivstation für Frühchen zu einem Todesfall gekommen.
Das Kleinkind habe auf einer anderen Station in einem anderen Gebäude gelegen. Es sei am Montag mit einer Meningokokken-Infektion in die Klinik gekommen, später auf eine Kinderintensivstation gebracht worden und am Dienstagvormittag gestorben. Meningokokken können eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen.
- Jetzt steht es auch offiziell fest: Der für den Tod mehrerer Frühchen verantwortliche Keim im Klinikum Bremen-Mitte ist erneut nachgewiesen worden. Der genetische Nachweis sei jetzt da. Das ergab die Untersuchung des Bakteriums in einem Bochumer Labor, bestätigte eine Sprecherin des Klinikverbunds Gesundheit Nord.mehr
- Der Klinikverbund Gesundheit Nord (GeNo) hat die per Gutachten bekannt gewordenen Hygiene-Mängel bei der Reinigung von Patientenbadezimmern im Klinikum Bremen-Mitte eingeräumt.
Bisher seien noch nicht alle Fehler beseitigt worden, sagte.mehr
- Die Kündigung des Chefarztes der Bremer Frühchen-Station nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte die Kündigung gestern für unwirksam.
Im vergangenen Jahr hatten sich im Klinikum-Mitte mehrere Babys mit einem resistenten Darmkeim angesteckt.mehr
- Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr
- Der für mehrere frühgeborene Babys tödliche Hygiene-Skandal im Klinikum Bremen-Mitte hat sich nach der Wiedereröffnung der Station Anfang dieses Jahres wiederholt.
Das belegt ein am Dienstag im Untersuchungsausschuss „Krankenhauskeime“ bekannt gewordenes Gutachten des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene in Freiburg vom Februar 2012.mehr



