BREMEN, 17. Februar 2012


Frühchentod in Bremen: Hygieneexperte verweigert Aussage vor Ausschuss

Bremen - Der Hygiene-Chef am Bremer Klinikum Mitte hat im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Tod mehrerer Frühchen die Aussage verweigert.

Ihm sei vorgeworfen worden, nicht ausreichend qualifiziert zu sein, sagte sein Anwalt am Freitag. Deshalb könnte er sich mit einer Aussage selbst belasten, falls die Behörden ihn für mitverantwortlich an den Zuständen in der Klinik halten.

Auch der ermittelnde Bremer Staatsanwalt musste sich vor dem Ausschuss rechtfertigen. Er kritisierte das Vorgehen der Bremer Klinik und der Behörden zum Tod den Frühchen.



Seit April hatten sich im Klinikum Mitte zahlreiche Neugeborene mit einem multiresistenten Darmkeim angesteckt. Im August und Oktober starben drei Babys an einer Infektion. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen sechs Todesfällen.

Einen ausführlichen Bericht zum Untersuchungsausschuss lesen Sie am Sonnabend in Ihrer NWZ.

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