Frühchentod in Bremen: Hygieneexperte verweigert Aussage vor Ausschuss
Bremen - Der Hygiene-Chef am Bremer Klinikum Mitte hat im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Tod mehrerer Frühchen die Aussage verweigert.
Ihm sei vorgeworfen worden, nicht ausreichend qualifiziert zu sein, sagte sein Anwalt am Freitag. Deshalb könnte er sich mit einer Aussage selbst belasten, falls die Behörden ihn für mitverantwortlich an den Zuständen in der Klinik halten.
Auch der ermittelnde Bremer Staatsanwalt musste sich vor dem Ausschuss rechtfertigen. Er kritisierte das Vorgehen der Bremer Klinik und der Behörden zum Tod den Frühchen.
Seit April hatten sich im Klinikum Mitte zahlreiche Neugeborene mit einem multiresistenten Darmkeim angesteckt. Im August und Oktober starben drei Babys an einer Infektion. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen sechs Todesfällen.
Einen ausführlichen Bericht zum Untersuchungsausschuss lesen Sie am Sonnabend in Ihrer NWZ.
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- Der Klinikverbund Gesundheit Nord (GeNo) hat die per Gutachten bekannt gewordenen Hygiene-Mängel bei der Reinigung von Patientenbadezimmern im Klinikum Bremen-Mitte eingeräumt.
Bisher seien noch nicht alle Fehler beseitigt worden, sagte.mehr
- Die Kündigung des Chefarztes der Bremer Frühchen-Station nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte die Kündigung gestern für unwirksam.
Im vergangenen Jahr hatten sich im Klinikum-Mitte mehrere Babys mit einem resistenten Darmkeim angesteckt.mehr
- Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr
- Der für mehrere frühgeborene Babys tödliche Hygiene-Skandal im Klinikum Bremen-Mitte hat sich nach der Wiedereröffnung der Station Anfang dieses Jahres wiederholt.
Das belegt ein am Dienstag im Untersuchungsausschuss „Krankenhauskeime“ bekannt gewordenes Gutachten des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene in Freiburg vom Februar 2012.mehr


