SPD will auch eine Bahnunterführung
Verkehr Ofenerdieker Vorschlag kommt in Ausschuss – Ideenwettbewerb gefordert
Ofenerdiek - Der bloßen Unterstützung folgt die Tat. Die SPD-Fraktion hat für die Mai-Sitzung das Thema „Bahnunterführung in Ofenerdiek/Am Stadtrand“ auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses setzen lassen. Am 16. Mai sollen die Ofenerdieker Vereine ihre Vision von einer Bahnunterführung für alle Verkehrsarten (die NWZ berichtete) präsentieren.
Für SPD-Ratsfrau Margrit Conty hat die von der Verwaltung vorgeschlagene großräumige Veränderung der Kreuzungsbereiche vor den Schranken nicht länger im Mittelpunkt zu stehen: „Nach allen Abwägungen wird immer deutlicher, dass die zukunftsweisende Verkehrsführung hier nur eine Unterführung für alle Verkehre sein kann“, sagt Conty.
Das deutliche Bekenntnis der SPD zur Unterführung an der Straße Am Stadtrand sei das Ergebnis eines „intensiven Gesprächs“ des SPD-Ortsvereins mit Vertretern des Bürgervereins Ofenerdiek, der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine und des Gewerbevereins HUGO. „Durch den Jade-Weser-Port werden die Schrankenschließzeiten in Ofenerdiek erheblich ausgedehnt und zu einer Spaltung des Stadtteils führen“, meinte Conty hinterher, die zudem zur Kenntnis nahm, dass die Ofenerdieker nichts halten von einer Lösung mit veränderten Abbiegenspuren.
Natürlich ist der SPD klar, dass eine Untertunnelung wegen der begrenzten Fläche „technisch nicht einfach zu realisieren ist“. Darum solle man das Problem mit einem städtebaulichen Ideenwettbewerb „grundsätzlicher angehen“, sagte Conty. Auch unkonventionelle Vorschläge seien gefragt, der Ortskern müsse der neuen Verkehrssituation angepasst werden.
Die SPD fordere die Stadtverwaltung deshalb auf, im Verkehrsausschuss zu den Forderungen der Ofenerdieker Stellung zu nehmen. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann wies darauf hin, dass für eine solche Maßnahme auch Landesmittel aus dem Entflechtungsgesetz eingefordert werden können. Eine entsprechende Anfrage habe er bereist 2009 an die Landesregierung gerichtet. „Da das Land durch den Bau des Jade-Weser-Ports Verursacher der Probleme ist, sehe ich hier eine gute Argumentationsgrundlage. Voraussetzung ist aber, dass zügig eine entsprechende städtebauliche Planung vorgelegt wird“, betonte Krogmann.
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