Experten warnen vor Stillstand an Strecke
Bahn Petition von Ingenieuren an Rat
Oldenburg - Der Beschluss des Rates, alles zu unternehmen, um eine Umgehungsstrecke für Güterzüge in den Bundesverkehrswegeplan ab 2015 aufzunehmen (NWZ berichtete), wird nicht von allen Experten begrüßt. In einer Petition an den Rat haben die Ingenieure Günter Baak (verantwortlicher Projektleiter der privat finanzierten Machbarkeits- und Bedarfsstudie für den Bau des Jade-Weser-Ports) und Heino Brick (damals Vertreter der Sponsoren) vor diesem Schritt gewarnt.
Für die Oldenburger Senior-Experten im Hafenwasserbau und Eisenbahningenieurbau, die viel mit der Bahn AG zusammengearbeitet haben, ist klar, dass die geplante Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan dazu führt, dass die Bahn „aus unserer Sicht richtigerweise mit großer Wahrscheinlichkeit die Bauaktivitäten an der gesamten Strecke Bremen-Wilhelmshaven einstellen oder nicht weiterverfolgen“ wird. Letztendlich, so folgern Baak und Brick, sei der Rat „dann verantwortlich, dass in den nächsten zehn bis 20 Jahren oder noch länger in Oldenburg außer einem teilweisen Lärmschutz keine Baumaßnahmen zur Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge in der Alexanderstraße und Ofenerdiek und zur Bahnhöherlegung in Osternburg“ mehr ausgeführt würden.
Spezial: Bahnlärm in Oldenburg
Sie empfehlen – trotz der momentanen Beschlusslage – dem Rat, sich vielmehr für den „zügigen Ausbau der Strecke“ einzusetzen. Nur so könne das „drohende Fiasko nach der Eröffnung des Hafens“ abgewendet werden. Eine Umgehungsstrecke könne nicht schnell genug realisiert werden.
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