McNaughtons Weg nach Oldenburg führt über Türkei
Basketball Zugang spielt für Deutschland bei der Weltmeisterschaft – Treffen mit Aron Baynes
Oldenburg - „Nein, von Oldenburg habe er noch nicht viel gesehen“, erzählt Christopher McNaughton. Dabei hat er schon vor sieben Wochen beim Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg den Vertrag unterschrieben. Vor Ort war er aber nur sporadisch, denn McNaughton verfolgte andere Ziele: Er machte sich fit für die Weltmeisterschaft, die am Sonnabend in der Türkei beginnt.
„Schön, dass es mit der Nominierung noch geklappt hat“, freut sich der 27-Jährige. Bereits 2006 machte er die Vorbereitung mit, wurde aber noch aus dem Kader gestrichen. Diesmal fiel er nicht durch. Das mag auch an der guten Saison mit seinem ehemaligen Verein, der BG Göttingen, gelegen haben, an deren Ende der Gewinn in der Euro-Challenge stand. Im Finale gegen Krasnye Krylia steuerte er 22 Punkte zum 85:75-Sieg bei. Nicht zuletzt sei er gut vorbereitet in die Lehrgänge gegangen, denn davor habe er selbst viel für sich getan, nennt der 2,11 m große Center Gründe für seine erste WM-Teilnahme.
Bundestrainer Dirk Bauermann schätzt die hohe Spielintelligenz McNaughtons, seine taktische Disziplin und seine physische Stärke unter den Körben. „Ich passe wohl in das System des Trainers“, meint der Neu-Oldenburger bescheiden. Und er ist nimmer müde, sich für seine Mannschaft einzubringen.
Das soll auch bei der WM so sein: „Ich werde meine Chancen nutzen und alles geben“, zeigt er sich vor der Abreise kämpferisch und nennt gleich ein Ziel, das er mit seinen Teamgefährten verfolgen will: „Die Gruppenphase überstehen.“ McNaughton ordnet dies in der Kategorie „realistisch“ ein, denn das Team sei stark und harmoniere gut. „Das macht viel Spaß“, beschreibt er die Stimmung.
Einen ganz besonderen Reiz wird für ihn die Vorrunden-Partie gegen Australien am kommenden Montag (18 Uhr/Sport 1) besitzen, denn da ist Aron Baynes sein direkter Gegenspieler. Jener Baynes, mit dem er nach der WM in Oldenburg gemeinsam in dem Team der Baskets stehen wird. „Ich kenne ihn noch nicht, werde aber sicher bei der WM Kontakt mit ihm aufnehmen“, kündigt er an. Und nach der WM werden die beiden dann versuchen müssen, sich möglichst schnell in die neue Mannschaft des Bundesligisten zu integrieren.
„Ich glaube, dass ich von der WM profitieren kann“, sieht McNaughton auch einen Nutzen für die Baskets. Und sollte das deutsche Team das gesteckte Ziel erreichen, wäre auch der Center zufrieden. Der könnte sich dann mit noch mehr Freude voll auf die Baskets konzentrieren und hätte auch ein wenig mehr Zeit, die schönen Seiten Oldenburgs kennenzulernen.
wurde McNaughton in Nürnberg geboren. Mit 14 Jahren bekam er Kontakt zum Basketball.
Danach spielte er für den TSV Breitengüßbach in der 2. Bundesliga und mit Doppellizenz in der Bundesliga für den TSK Bamberg. Während seines Studiums in den USA von 2003 bis 2007 lief er an der Bucknell University für die Bison in der NCAA Division auf.Bevor er 2009 nach Göttingen wechselte, spielte er in Spanien.
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