Junges Team muss sich vor niemandem verstecken
Was war das für eine Leistung! Nach dem guten Auftakt gegen Argentinien wurde die deutsche Nationalmannschaft gegen die starken Serben doch noch mit einem Sieg belohnt. Hatten viele vor dem Turnier noch Schwierigkeiten, die Stärke des Teams einzuschätzen, so lieferten die Deutschen in den Auftaktspielen eine bemerkenswerte Standortbestimmung. Niemand hatte erwartet, dass gegen die zwei Mitfavoriten überhaupt Erfolgschancen bestehen würden.
Hier im Trainingslager mit den EWE Baskets Oldenburg im slowenischen Rogla hatten uns die Trainer nach sechs aufeinanderfolgenden Kraft-, Lauf- und Basketballeinheiten pünktlich zum WM-Auftakt einen freien Abend beschert. Bevor wir in den Genuss des Fernsehabends kommen durften, hatten wir noch ein anstrengendes Lauftraining absolviert.
Die müden Beine hochgelegt und mit ein paar Snacks ausgestattet freuten wir uns umso mehr auf das Auftaktspiel der Deutschen. Und dies sollte unsere Erwartungen mehr als übertreffen.
Die Mannschaft ließen sich von den hochgelobten Argentiniern nicht beeindrucken und bewiesen auch am folgenden Tag gegen Serbien, dass sie sich bei der Weltmeisterschaft vor keinem Gegner verstecken muss und trotz der Unerfahrenheit gut im Konzert der besten Teams der Welt mitspielen kann.
Bemerkenswert war dabei, mit welch großer Rotation Trainer Dirk Bauermann spielen ließ. Ein taktisch sehr kluger Schachzug, die Intensität blieb dadurch hoch und jeder Spieler bekam ausreichend Verschnaufpausen.
Auch Demond Greene beeindruckte. Der erfahrenste Akteur im Team spielte, wie ein Anführer spielen muss. Offensiv strahlte er Gefahr aus und traf, wenn Punkte benötigt wurden. In der Verteidigung ging er kompromisslos zu Werke und setzt seine Gegner stets unter Druck.
Mein neuer Oldenburger Teamkollege Christopher McNaughton fügte sich ebenso gut ein und überzeugte schon gegen Argentinien mit gutem Reboundverhalten. Noch beeindruckender aber waren seine 12 Punkte beim Sieg gegen die Serben, die erheblich zum Sieg beitrugen.
Durch die starken und vor allem spannenden Auftritte der Mannschaft ist die Vorfreude auf die kommenden Spiele der Deutschen nur gestiegen. Mit den Australiern kommt nun der nächste harte Brocken. Verglichen mit den ersten zwei Spielen wirkt dies zwar wie eine leichtere Aufgabe, dennoch sollte man Australien nicht unterschätzen.
- Die Basketball-Superstars aus den USA haben im Hexenkessel von Istanbul kühlen Kopf behalten und sich zum vierten Mal den WM-Titel gesichert. Die NBA-Profis waren im Finale auch für den von 15 000 Zuschauern frenetisch angefeuerten WM-Gastgeber Türkei eine Nummer zu groß.mehr
- Die USA mit ihren zahlreichen Stars aus der nordamerikanischen Profiliga NBA und die sensationell aufspielenden Litauer treffen an diesem Sonnabend (18 Uhr/Sport 1) im Halbfinale der Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul aufeinander.mehr
- Titelverteidiger Spanien ist überraschend im Viertelfinale der Basketball-Weltmeisterschaft ausgeschieden. Die Iberer unterlagen in Istanbul mit 89:92 (41:49) gegen Serbien, gegen das die inzwischen ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde mit 82:81 nach Verlängerung gewonnen hatte.mehr
- Nun geht es richtig los. Nachdem die Achtelfinalspiele fast alle mit deutlichen Siegen für die Favoriten endeten, treffen im Viertelfinale nun ausnahmslos sehr starke Teams aufeinander.
Die großen Favoriten dabei sind für mich die USA und Spanien, immerhin amtierender Europa- und Weltmeister.mehr
- Litauen hat bei der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei das Viertelfinale erreicht. Der EM- Ausrichter von 2011 setzte sich am Dienstagabend in Istanbul gegen China mit 78:67 (43:40) durch und trifft in der zweiten K.mehr


