Basketballer bei WM gescheitert
Vorrunde Deutschland nach 88:92 gegen Angola ohne Chance auf Weiterkommen
Die deutsche Nationalmannschaft (rechts Heiko Schaffartzik) kam am Gegner aus Angola nicht vorbei. BILD: dpa 
dpa
Kayseri - Aus und vorbei: Die deutschen Basketballer haben das Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft in der Türkei verpasst. Ohne Superstar Dirk Nowitzki verlor das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann am Mittwochabend in Kayseri gegen Angola mit 88:92 (78:78, 35:40) nach Verlängerung und hat keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Runde. Auch 23 Punkte von Jan-Hendrik Jagla konnten die Niederlage gegen den zehnfachen Afrikameister nicht verhindern. Somit hat die letzte Gruppen-Begegnung an diesem Donnerstag (20.30 Uhr/Sport 1) gegen Jordanien nur noch statistischen Wert. Der Neu-Oldenburger Christopher McNaughton kam gegen Angola sechs Minuten lang zum Einsatz, blieb in dieser Zeit aber ohne Punkt.
„Ich bin riesig enttäuscht. So etwas darf uns nicht passieren. Das ist auch mit der Jugend der Mannschaft nicht zu entschuldigen“, sagte der Bonner Tim Ohlbrecht nach der ersten Niederlage im fünften Vergleich mit den Angolanern frustriert.
Vom „bittersten Moment“ seiner siebenjährigen Karriere als Bundestrainer sprach Bauermann. „Ein solches Ende dieses tollen Sommers hat diese junge Mannschaft nicht verdient“, sagte der 52-Jährige.
Die so hoffnungsvolle Generation um die jungen Spieler Tibor Pleiß, Robin Benzing und Elias Harris erlebte in ihrer Entwicklung damit einen heftigen Rückschlag. Bei der Europameisterschaft in Litauen im kommenden Jahr will Nowitzki, der sich in diesem Jahr auf die Arbeit bei seinem Club Dallas Mavericks aus der NBA konzentriert, ins deutsche Team zurückkehren. Auch seine Erfahrung und Präsenz waren es, die der jüngsten deutschen Mannschaft, die je bei einer Weltmeisterschaft dabei war, in der Türkei fehlten.
100 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das junge deutsche Team bereits mit neun Punkten geführt (77:68). Doch dann bekam die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wieder das große Flattern und schenkte den Vorsprung mit leichten Fehlern her. 16 Sekunden vor dem Ende glich der überragende Olimpio Cipriano für die Angolaner aus. Von diesem Schock erholte sich die DBB-Equipe nicht mehr und kassierte im vierten Spiel die entscheidende dritte Niederlage.
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