Ulm weckt böse Erinnerungen
Basketball Oldenburg tritt zu Pokalspiel an – Deutliche Niederlage im Dezember
von Fried-Michael Carl Und Hauke Richters
Oldenburg - Viel Zeit, die 81:95-Niederlage in der Basketball-Bundesliga bei den Artland Dragons in Quakenbrück zu verarbeiten, hatten Spieler und Betreuer der EWE Baskets Oldenburg nicht. Schon ab Sonntag hieß es, sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren: An diesem Mittwoch (20 Uhr) spielen die Baskets in der Qualifikationsrunde zum Endturnier „Top Four“ um den BBL-Pokal bei der Überraschungsmannschaft der Saison, RP Ulm.
„Das wird nicht leicht“, gibt der Geschäftsführer der Baskets, Hermann Schüller, zu. Immerhin hat der Tabellenzweite Ulm in den 20 Bundesligaspielen dieser Saison 17 Siege erzielt. Das kam auch für Ulms Trainer Thorsten Leibenath (36) ein wenig überraschend. Mit einer Mischung aus Routiniers und jungen Kräften hat der ehemalige Quakenbrücker Trainer den Kampf in dieser Saison aufgenommen und ist dabei sehr erfolgreich.
Die Baskets wissen, was auf sie zukommen kann. Im Bundesligaspiel am 10. Dezember verloren sie an der Donau mit 83:101. „Da waren die Voraussetzungen denkbar schlecht“, erinnert sich Schüller, denn vier Tage zuvor mussten die Baskets in der Eurochallenge bei Fuenlabrada in Madrid antreten. Dieses intensive Spiel sowie die folgenden Tage, an denen mehr gereist als trainiert worden war, hätten das Team geschwächt, erklärt Schüller.
Diesmal sind die Voraussetzungen besser, denn am Sonntag und Montag bestand die Chance, sich auf diese Partie einzustimmen. Ihr Hauptaugenmerk werden die Baskets darauf legen, Ulms Center John Bryant (14,1 Punkte im Schnitt pro Spiel) vom Oldenburger Korb fernzuhalten. Zudem gelte es, auch die Distanzschützen zu kontrollieren. „Wir müssen schnell auf den Beinen sein und die Aufgabe konzentriert angehen“, meint Schüller. Dazu müssten alle Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen.
Der Stellenwert des deutschen Pokalwettbewerbs lässt sich an der Kartennachfrage in Ulm ablesen. Denn seit der Eröffnung der neuen Arena für 6000 Zuschauer beim Spiel gegen die Baskets im Dezember war die Halle stets Tage vor einem Bundesligaspiel ausverkauft. Beim Pokalduell gegen Oldenburg ist nun erstmals seit der Halleneinweihung die Abendkasse geöffnet, da bislang nur rund die Hälfte der Tickets abgesetzt wurden.
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