Basketball -
Bundesliga verdient so viel Geld wie nie zuvor

BBL-Geschäftsführer zieht positive Saison-Bilanz – Lob für Sebastian Machowski

Oldenburg/Köln Bald ist es wie bei „Dinner for One“ am Silvesterabend: Die gleiche Prozedur, jedes Jahr. Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL) übergibt den Meisterpokal an – die Baskets Bamberg. Der erneute, vierte Triumph der Franken in Folge ist für den Ligachef keine Überraschung. „Unterschätze nie das Herz eines Champions“, sagt Pommer.

Die „exzellente Saison“ der EWE Baskets verbindet der gebürtige Oldenburger mit der Person des Trainers Sebastian Machowski. „Es ist ihm gelungen, eine homogene Einheit zu formen. Nur wenn alle füreinander arbeiten, funktioniert das Defensiv-Kollektiv“, sagt Pommer über das zweitbeste Team dieser Spielzeit. Seine Herkunft habe ihn in seiner Objektivität „überhaupt nicht“ beeinflusst.

„Erstmals in der Liga-Geschichte werden wir die 80-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz übertreffen“, freut sich der 42-Jährige. Die Besucherzahlen und die TV-Präsenz weisen ebenfalls Höchstwerte aus.

Der Sender Sport 1 (teilweise auch Kabel  1) zeigte in dieser Saison (frei empfangbar) knapp 50 Partien live. Mehr als 20-mal stand dabei der Vereinsname „Bayern München“ auf der Anzeigetafel. „Der FC Bayern ist die erfolgreichste deutsche Sportmarke und besitzt dementsprechend eine riesige Strahlkraft“, meint Pommer und ergänzt: „Es lässt sich nun einmal nicht wegdiskutieren, dass sich mit Übertragungen der Bayern die höchsten Einschaltquoten erzielen lassen.“

Die Schiedsrichter-Schelte von Bayern-Coach Svetislav Pesic vor einigen Wochen kritisierte Pommer deutlich. „Wenn falsche Entscheidungen getroffen wurden, wird das intern angesprochen. Die Clubs haben sich auf dieses Vorgehen verständigt“, sagt der gelernte Rechtsanwalt. Die Trainer halten sich daran, obwohl ihnen manchmal anzumerken ist, dass sie sich eigentlich gerne mitteilen würden. „Wir analysieren die Leistungen der Unparteiischen nach den Spielen sehr dezidiert“, erklärt Pommer.

Sein Ziel ist es, die deutsche Liga bis 2020 zur besten nationalen Liga Europas zu machen. Oldenburg erreichte jüngst in der Euro-Challenge Platz drei, Ulm im Eurocup das Halbfinale, und in der stärksten europäischen Klasse, der Euroleague, schafften mit Berlin und Bamberg erstmals zwei Teams den Sprung unter die Top 16. Pommer ist zufrieden: „Wir haben eine weitere Teilstrecke erfolgreich absolviert.“

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