Baskets patzen in Braunschweig
Basketball Oldenburg verliert zweites Playoff-Spiel 65:73 – Schwächen in Offensive
Hatten in der Defensive viel zu tun: Die Oldenburger Ruben Boumtje Boumtje (links) und Daniel Hain (19) im Kampf mit Heiko Schaffartzik (rechts) BILD: Ulf Duda 
von Fried-Michael Carl
Braunschweig - Die EWE Baskets Oldenburg müssen im Playoff-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft wenigstens vier Spiele bestreiten. Der Versuch, im Vergleich mit den Phantoms Braunschweig mit 2:0 in Führung zu gehen, scheiterte am Donnerstagabend vor 4845 Zuschauern in der Volkswagen-Halle deutlich. Braunschweig siegte 73:65 (39:32) und glich zum 1:1 in der Serie aus. Spiel Nummer drei findet am Sonntag (18 Uhr) in der Oldenburger EWE-Arena statt; am kommenden Mittwoch (19 Uhr) wird es in Braunschweig zum vierten Kräftemessen kommen. Möglicher Gegner der Teams im Halbfinale werden wohl die Baskets Bamberg sein, die gegen die Baskets Bonn 2:0 in Führung liegen.
Die Gastgeber gingen diese Partie mit viel Intensität an. Vor allem Heiko Schaffartzik wollte zeigen, dass er Oldenburgs Defensive in Verlegenheit bringen kann. Das gelang ihm vorzüglich (13:4/5. Minute). Erst nach klaren Worten von Trainer Predrag Krunic fanden die Baskets eine bessere Einstellung zum Gegner und entwickelten gleichzeitig in der Offensive mehr Druck gegen die aggressive Defensive der Phantoms. Über 13:13 kamen sie zur 20:16-Führung nach dem ersten Viertel. Die Führung hätte klarer ausfallen können, wären nicht Angriffe leichtfertig vergeben worden.
Braunschweig spielte weiter auf hohem Niveau, attackierte entschlossen, während Oldenburg sich noch den einen oder anderen leichten Fehler erlaubte. Ballverluste in der Offensive nutzten die Phantoms immer wieder zu Punkten. Insbesondere Jason Cain zeichnete sich jetzt aus. Und als in der Endphase Marcus Goree nicht entschlossen attackiert wurde, führten die Phantoms 39:32 (20.).
Egal, was sich die Baskets in der Pause vorgenommen hatten, in der Anfangsphase des dritten Viertels konnten sie es nicht umsetzten. Fünfmal verwarfen sie gegen die bewegliche Defensive der Phantoms, die insbesondere kaum einen Dreier zuließ. Erst nach fast vier Minuten traf Rickey Paulding (34:45).
Angetrieben durch die 300 mitgereisten Fans bäumten sich die Baskets auf (42:46/26.). Und auch danach versuchten sie alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Gegen die nicht nachlassenden Gastgeber, die in entscheidenden Moment auch eine Portion Glück besaßen, langte es aber nicht, um die Partie zu kippen.
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