Reger Austausch am Runden Tisch
Basketball Diskussion über Entwicklung des Bundesligisten – Fan-Beirat geplant
Auf Initiative von Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller (Dritter von links) kam am Freitag der erste Meinungsaustausch mit Vertretern der Fanclubs, des Business Clubs und des Kooperationspartners OTB zustande. BILD: Lukas Lehmann 
Oldenburg - Die Stimmung in der Halle, das Image der EWE Baskets und die Zukunft des Oldenburger Bundesligisten – Themen gab es genug, als sich Vertreter von Fanclubs, Sponsoren und Verein am Freitag zu einem Runden Tisch im Baskets-Center trafen. „Uns ist wichtig, was die einzelnen Interessensvertreter denken, und dass sie zufrieden sind“, sagte Geschäftsführer Hermann Schüller. Er initiierte und moderierte den 90-minütigen Meinungsaustausch, der sich zu einem festen Fan-Beirat entwickeln soll.
Wenige Wochen vor Beginn der neuen Basketball-Saison blickten vor allem die Fans nochmals auf die abgelaufene Spielzeit zurück. „Schade, dass es so plötzlich zu Ende war“, bedauerte Dieter Bennenhei, Vorstand des Fanclubs Flying Moins, das unerwartete Viertelfinal-Aus. Trotzdem waren sich alle Teilnehmer einig, dass sich sportlich, aber auch im Umfeld des Deutschen Meisters von 2009 viel Positives entwickelt habe.
Die Fanclubs dankten den Sponsoren für ihre Unterstützung bei Auswärtsfahrten und bekamen von der Geschäftsführung ein dickes Lob für ihre kreativen Ideen. Die Begeisterungsfähigkeit des Publikums sei aber ausbaufähig, kritisierte Jannik Wiggers vom Fanclub Thunderstorm. Daher wurde angeregt, künftig mehr auf Animation in der Arena zu setzen. „Man wünscht sich mehr Aktionen von den Rängen, doch hängt die Stimmung auch immer vom Spiel ab“, warnte Wiggers vor zu viel künstlich geschaffener Atmosphäre.
Das Image des Vereins beruhe zudem stark auf dem Auftreten der Fans, sagte Baskets-Anhänger Gert Harms. Von einigen Ausnahmen abgesehen, habe es sich deutlich verbessert. Wulf Adler, Sponsor und Mitglied des Business Clubs, sprach sich für mehr öffentliche Auftritte der Spieler aus, um eine Wahrnehmung zu erreichen, die der sportlichen Leistung gerecht werde. „Das Interesse der Oldenburger ist aber schon sehr gewachsen“, fand Dieter Bennenhei. Das liegt vor allem an den Erfolgen unter Predrag Krunic. „Anfangs war es sehr ruhig in der Halle, das ist jetzt meistens ganz anders“, stellte der Trainer fest. Er warb zudem um Geduld beim Neuaufbau seines Teams.
Die Strukturen stimmen auf jeden Fall, lobte Ulf Mindermann, Vorsitzender des Oldenburger Turnerbundes, die Verzahnung der Baskets mit ihrem Stammverein OTB. Schritt für Schritt und mit Augenmaß strebe der Club in Zukunft eine Verbesserung der sportlichen und finanziellen Standards an, stellte Schüller in Aussicht. Ihm schwebe vor, dass sich der Runde Tisch zu einer festen Institution entwickelt. „Eine sehr gute Idee, dieses Forum weiter zu nutzen“, fand der Vorsitzende des Fördervereins „Baskets 100“, Manfred Jelken.
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